Aktuelles vom 14.12.2018 und: Ein Samstag in Paris

…der endlose Krieg gegen die Bevölkerung in Jemen:
Wer kennt al-Majalah ??
…ein kleines Dorf in Jemen, verarmte Landbevölkerung. Es wurde am 17. Dezember 2009 von amerikanischen Tomahawks zerstört, abgeschossen von einem U-Boot vor der jemenitischen Küste, bestückt mit Streubomben und Brandmunition. Der amerikanische Admiral William McRaven, Kommandant der Joint Special Operations Command (JSOC) hatte den Angriffsbefehl angeordnet. Per Sattelitenbild wurde die Operation von den „Verantwortlichen“ am Bildschirm verfolgt, die nennen das „Kill-TV“.
Offiziell (Al Jazeera) hieß es: die jemenitische Luftwaffe hätte ein al-Kaida-Lager bombardiert und viele Terroristen eliminiert. Eine infame Lüge !
Saleh bin Fareed, ein Scheich vom Stamm der Aulaq (ist/war auch Abgeordneter der jemenitischen Regierung) war als erster in al-Majalah. Er berichtete: „ Ziegen und Schafe überall, und dazwischen die Köpfe der Getöteten. Manche waren nicht direkt von den Raketen (Reichweite 2000km) getroffen worden, sondern im Feuer verbrannt. Man konnte nicht sagen, ob das Fleische von Tieren oder von Menschen stammte. Lauter Kinder, alte Frauen, Schafe, Ziegen und Kühe“.
Eine Woche zuvor hatte Obama den Friedensnobelpreis in Oslo entgegen genommen!
2015 bombardierte Saudi-Arabien ( Großkunde der deutschen Rüstung) mit Unterstützung der USA, Frankreichs und Großbritanniens den Jemen, „Operation Decisive Storm“… wenig Echo in den westlichen Medien.
Aus diesem illegalen (ohne UN-Mandat und Verteidigungs-Recht) Angriffskrieg mit NATO-Beteiligung ist bis heute die größte humanitäre Krise der Gegenwart geworden!
Jemen, der vergessene Krieg…
Foto: K.B. Dierke-Atlas, Quelle: D. Ganser, 2016

Mark Zuckerberg unter Druck. Facebook soll möglichst keine vielfältige Meinungsaustausch-Plattform mehr sein – warum auch immer …
„Der Druck zielt darauf ab, bei Facebook ein relativ striktes Zensurenregim zu etablieren. Nachrichten, die von Benutzern ausgetauscht werden, sollen auf ihre Kompatibilität mit bestimmten vorgegebenen Standards geprüft und ausgeschlossen werden, wenn sie denen nicht genügen. Bei regelmäßiger Verbreitung solcher Nachrichten, sollen entsprechende Benutzerkonten gestrichen werden. Das soll Facebook u.a. zur Selbst-Zensureinrichtung zwingen. … Man weiß natürlich, dass Wahrheitsinhalte relativ werden, wenn sie unter Deutungshoheit bestimmter Interessen und Interessengruppen gerät. Es scheint, dass entsprechender Druck auf Mark Zuckerberg entfacht wird. Er versucht immer noch, das Meer offen zu halten, seine Idee und Erfolgsgeschäft zu retten. Im Juli 2018 hat er in einem Interview mit der Journalistin Kara Swisher seine Position erläutert.
“ Ich bin Jude und es gibt da eine Reihe Menschen, die verneinen, dass der Holocaust stattgefunden hätte. Ich finde das auch sehr verletzend. Aber alles in allem glaube ich nicht, dass unsere Plattform so etwas ausschließen sollte, weil ich denke, dass es eben Dinge gibt, bei denen sich verschiedene Menschen irren. Ich glaube nicht, dass sie sich da absichtlich irren, aber ich denke … es ist schwer, Absichten einzuschätzen und zu verstehen. Ich glaube einfach, so abstoßend auch manche dieser Beispiele sein mögen, die Wahrheit ist doch auch, dass auch ich manchmal fehlgehe, wenn ich mich öffentlich äußere. Ich bin sicher, Sie auch und sicher jede Menge von Führungspersonen oder öffentlichen Personen, die wir auch respektieren, und ich glaube einfach nicht, dass es dann das Richtige ist, zu sagen: Wir löschen jemanden aus unserer Plattform, wenn er etwas Falsches sagt – auch nicht, wenn das öfter vorkommt.“
Entnommen: Der Europäer – Symptomatisches aus Politik, Kultur und Wirtschaft. Heft Dezember/Januar 2018/19 (Jg.23/Nr.2/3)
(https://www.recode.net/2018/7/18/17575156 mark-zuckerberg-interview-facebook-recode-kara-swisher)

Grösstes Versuchslabor der Welt! Die totale Kontrolle und der totalitäre Staat in der Testphase!

s. dazu:
Terrorgefahr? Überwachung total / Special
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Ein Samstag in Paris

Es war der vierte Streich am Samstag. Die Gelbwesten riefen erneut zur Großdemonstration in Paris. Mario Neumann war vor Ort und hat brennende Barrikaden, Kids aus den Banlieus und Menschen gesehen, die lächelnd »La revolucion!« sagen. Für ihn symbolisieren die Gelbwesten die Sehnsucht nach einem besseren Leben. Sie wollen nicht mehr hinnehmen, dass andere über sie bestimmen. Offen ist, in welche Richtung sich die Bewegung politisch entwickelt.
Anmerkung der Redaktion: Der folgende Text wurde am 10. Dezember beim wundervollen Mosaik-Blog erstveröffentlicht und erscheint hier mit freundlicher Genehmigung der Genoss*innen aus Österreich.
Am Samstag habe ich am »vierten Streich« der Gilets Jaunes in Paris teilgenommen. Ich kenne Frankreich weder persönlich noch politisch besonders gut. Wenn ich trotzdem – auf Anfrage von mosaik und dem IL-Debattenblog – hier meine Eindrücke schildere, dann nur mit folgender Vorbemerkung: Ich teile meine politischen Eindrücke in der Absicht, gemeinsam mit anderen darüber nachzudenken, was der Aufstand in Frankreich bedeutet und ob er auch Fragen an politische Konzepte anderswo stellt. Ihn umfassend qualifizieren, können diejenigen tun, die sich dies zutrauen und es für notwendig halten.
Am frühen Samstagmorgen fühlt sich Paris an, als habe die Stadt geschlossen. Gesperrte Plätze und Bahnhöfe, verrammelte Läden und unbefahrene Straßen. Grau und leer. Wenige Stunden später ist alles voll und gelb. Es riecht nach Tränengas und brennenden Barrikaden. Geschäfte werden geplündert. Die Polizei schießt Tränegas, Gummigeschosse und Blendgranaten. Alle laufen in alle Richtungen, kreuz und quer, hin und zurück. Den ganzen Tag, ohne einen wirklichen Zielort, ohne eine Kundgebung, ohne Banner, Fahnen oder Flyer. Das Wichtigste ist, dass all die Körper da sind, die sonst hier keiner sehen will. Und dass sie sich widersetzen und sich dadurch eine Macht über sich und ihr Leben zurückholen. Die gelbe Weste ist dabei nicht nur zum Symbol des Aufruhrs geworden, sondern sie ist auch eine Möglichkeit für alle, die das Elend in ihrem Leben nicht mehr hinnehmen wollen.
Die Ablehnung ist allgegenwärtig
Zweifellos: Es ist ein kleiner Aufstand gegen das Leben im Krisenkapitalismus, getragen von so ziemlich allen, die es satt haben. Es ist offensichtlich eine soziale Revolte gegen das gesamte System der politischen Repräsentation…
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mehr zum Thema
Gelbwesten-Special
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Hartz 4 sanktionsfrei – geht das?
Ab sofort 500 Probanden gesucht – bundesweite Studie
Liebe Leute,
vor einer Woche sind wir mit unserer neuen Kampagne HartzPlus an den Start gegangen. Wer HartzPlus bekommt, erhält über die Dauer von 3 Jahren die Garantie, dass Sanktionen garantiert und unbürokratisch finanziell ausgeglichen werden – ohne Wenn und Aber. Die Auswirkungen lassen wir wissenschaftlich untersuchen.
Das Interesse ist riesig, die Medien berichten wie wild und bis heute morgen haben sich schon 3361 Menschen angemeldet – großartig!
HartzPlus in der Presse…
Du hast dich noch nicht angemeldet? Na dann aber nichts wie los!
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Sicheres Essen, keine Geheimnisse der Industrie
An das Europäische Parlament, den Rat der Europäischen Union und die Europäische Kommission
Appell
Wir fordern Sie auf, Entscheidungen über die EU-Zulassung von Lebensmitteln transparenter zu machen, indem die Studien der Industrie veröffentlicht werden, bevor das Produkt auf den Markt kommt. Nur diese Transparenz kann sicherstellen, dass öffentliche Entscheidungen auf Basis von unabhängigen wissenschaftlichen Bewertungen getroffen werden. Durch die Geheimhaltung der Industrie bleiben gefährliche Produkte auf dem Markt und das Misstrauen der Bevölkerung wächst…
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🙂 Genialer Trick: Mann lädt sein Elektroauto einfach über den Zigarettenanzünder auf
Lörrach (dpo) – Elektroautos sind unpraktisch und müssen bei längeren Strecken immer wieder zum Aufladen pausieren – das galt bislang unter Autofahrern als bewiesen. Auch Marco Pfeifer (37) aus Lörrach lud seinen Elektro-Wagen jahrelang nachts an der Steckdose in seiner Garage. Bis er eine Entdeckung machte, die die Autoindustrie revolutionieren könnte.
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