Aktuelles vom 10.12.2017 und: Unkrautvernichter: Bundesregierung hilft bei Geheimhaltung von Glyphosat-Studien

Unkrautvernichter: Bundesregierung hilft bei Geheimhaltung von Glyphosat-Studien
Die EU-Lebensmittelbehörde Efsa weigert sich, Studien über den Unkrautvernichter Glyphosat herauszugeben. Die Bundesregierung hat sich jetzt in den Fall eingeschaltet – auf Seiten der Efsa und der Chemiekonzerne. […]
Warum die Bundesregierung dem Verfahren beigetreten ist und was aus ihrer Sicht gegen die Veröffentlichung der Studien spricht, ist unklar. Das zuständige Bundeslandwirtschaftsministerium erklärt auf Anfrage: „Über die Hintergründe für einzelne prozessuale Schritte gibt die Bundesregierung grundsätzlich keine Auskunft.“ Minister Christian Schmidt (CSU) machte zuletzt Schlagzeilen, indem er im EU-Ministerrat der Verlängerung der Glyphosat-Zulassung zustimmte und sie damit ermöglichte – entgegen der ausdrücklichen Weisung, sich zu enthalten.
Die Efsa begründet die Geheimhaltung der Studien damit, dass eine Veröffentlichung die Geschäftsinteressen der Urheber Monsanto und Cheminova gefährdet und damit geltendes EU-Recht verletzt hätte. Die vier Grünen-Europaabgeordneten Heidi Hautala, Benedek Jávor, Michèle Rivasi und Bart Staes hatten die Efsa daraufhin im Mai vor dem EuGH verklagt. Ihr Argument: Bei den Studien handele es sich um Umweltinformationen, die veröffentlicht werden müssten, selbst wenn Interessen von Unternehmen betroffen seien. Zudem sei das öffentliche Interesse in diesem Fall höher einzustufen.
Quelle: Spiegel Online

Die AAA-Bürger
Bonuspunkte für den Kauf gesunder Babynahrung, Abzug für Pornokonsum: In China wird das Social Credit System getestet. Es überwacht, bewertet und erzieht die Bürger. […]
Von einem Social Credit System ist die Rede, einer Art Schufa für so gut wie alle Belange des gesellschaftlichen Lebens, einer Bürgerbewertung. „Meine Regierung plant ja den komplett gläsernen Bürger“, sagt Ling.
Bürger werden eingestuft wie von einer Rating-Agentur
So wie Alibaba und Amazon wissen, wofür sich ihre Nutzer interessieren und was sie als Nächstes kaufen könnten, will der chinesische Staat aus den Datenspuren seiner Bürger ableiten, wie sie sich in der Vergangenheit verhalten haben und in der Zukunft verhalten könnten und sie nach einem Punktesystem entsprechend bewerten. Wer zum Beispiel über das Internet gesunde Babynahrung bestellt, soll Pluspunkte erhalten. Wer sich hingegen Pornos ansieht oder zu viel Zeit mit Computerspielen verbringt, muss mit Abzügen rechnen. Vorausgesetzt, der Staat bekommt das mit. Die technischen Möglichkeiten dazu hat er jedenfalls. […]
Wer es hingegen wagt, in den sozialen Medien ständig über die Missstände im Land zu schimpfen, bekommt Punkte abgezogen. Wang spricht vom „kommunistischen Musterbürger“, den die chinesische Führung auf diese Weise schaffen wolle. Zugleich bedeute das „die totale Kontrolle“.
Quelle: Golem

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Ein journalistisches Versagen der Nachdenkseiten macht nachdenklich
Es gehört zu den erstaunlichsten – wenn auch empirisch alles andere als gesicherten – Beobachtungen seit Gründung dieses Blogs und intensiver Beobachtung der Medienwelt, dass der Hang zur Diffamierung und Ausgrenzung im linken politischen Lager ausgeprägter zu sein scheint als bei den Rechten.
Aktuelle Fälle, wie die im doppelten Sinne linken Attacken auf Ken Jebsen, verbale und körperliche Angriffe auf Sahra Wagenknecht aus Reihen der eigenen Partei und Zensurmaßnahmen aufgrund falscher „Antisemitismus“-Vorwürfe auf dem links-progressiven Portal Rubikon.news, machen nachdenklich. Jetzt zeigen ausgerechnet auch noch die Nachdenkseiten ein Verhalten, das ARD und ZDF – deren Umgang mit „Abweichlern“ medienkritischen Beobachtern bekannt sein dürfte – beinahe als ausgewogen und kritikfähig dastehen lässt. Der Journalist und Autor Paul Schreyer hatte sich für die Meinungsfreiheit eines konservativen Merkel-Kritikers stark gemacht. Das war im besten Sinne aufklärerisch und demokratisch. Was sich daraus entwickelt hat, ist eine entlarvende Posse, in der Albrecht Müller und Jens Berger nicht gut aussehen…
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… wie dämlich muss man eigentlich sein, um die offizielle Einsturzerklärung zu glauben?
WTC- 7 (ehm. N.I.S.T Mitarbeiter spricht Klartext):
Ehem. N.I.S.T Mitarbeiter spricht nach 15 jahren Klartext über WTC7 das dritte Gebäude das am 11. September eingestürzt ist obwohl es nicht von einem Flugzeug getroffen wurde fiel das Gebäude um ca 17:20 Uhr im freien Fall in sich zusammen. BBC berichtete davon allerdings 20 min zu früh … Wie soll das gehn ?

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🙂 „Stopp! Tut es nicht!“: Zeitreisender aus dem Jahr 2021 warnt SPD vor Großer Koalition
Berlin (dpo) – Dramatische Szenen auf dem SPD-Parteitag in Berlin: Dort wurde die Rede von SPD-Chef Martin Schulz unterbrochen, als sich überraschend eine Art Portal auf der Bühne öffnete, durch das eine ältere Version von Schulz trat. Der Mann, der sich als Zeitreisender aus dem Jahre 2021 vorstellte, warnte die SPD davor, einen Große Koalition mit der Union zu bilden.
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„Wenn wir in dieser Zeit in unseren großen Städten hinausgehen in die Straßen, so finden wir diese Straßen erfüllt mit dem, was unsere Zeitgenossen sich zur Feier des Festes, dem wir entgegengehen, verschaffen wollen, zur Feier eines der großen Feste, das im Laufe eines Jahres die Menschheit begehen kann: des Gedenkfestes an den gewaltigsten Impuls in der Entwickelung der Menschheit. Und dennoch, wenn wir uns heute durch das Herz ziehen lassen, was in den nächsten Tagen in einer solchen großen Stadt, wie zum Beispiel dieser, in der wir uns hier befinden [Berlin], zum Begehen dieses Gedenkfestes geschehen soll, wenn wir uns fragen, ob es dem entspricht, was durch die Seelen und die Herzen der Menschen ziehen soll, wenn wir uns dabei keinerlei Illusion hingeben, sondern der Wahrheit einfach ins Auge schauen, dann können wir vielleicht doch nicht anders, als uns gestehen: Wie wenig passt alles, was wir an Vorbereitungen und vielleicht auch an Halten des Weihnachtsfestes sehen, auf der einen Seite zu alledem, was sonst um uns herum in der modernen Kultur vor sich geht, und wie wenig passt es auf der anderen Seite zu alledem, was im Grunde genommen doch im tiefsten Herzen des Menschen leben sollte als Erinnerung und als Gedanke an das Größte, was der Menschheit an Impulsen im Laufe ihrer Entwickelung hat werden können.

Es wird vielleicht nicht zuviel gesagt sein, wenn man der Meinung Ausdruck gibt: Es wirkt doch nicht mehr alles so harmonisch auf unser Auge, das sich von Weihnachtsstimmung durchdringen will, das diese Weihnachtsstimmung empfangen will von dem, was es in unserer heutigen Umgebung sehen kann, es wirkt doch nicht alles harmonisch, wenn mitten durch die Alleen, in welchen die Weihnachtsbäume oder die sonstigen Vorbereitungen für das Weihnachtsfest aufgestellt sind, unsere Verkehrsmittel hindurchsausen. Und wenn der heutige Mensch die Disharmonie vielleicht nicht mehr voll empfindet, dann ist das aus dem Grunde, weil er sich schon zu sehr abgewöhnt hat, alle die Tiefe, die Innigkeit zu empfinden, die gerade mit dem bevorstehenden Feste verbunden sein kann. Was namentlich dem Städter von allem das menschliche Innere Vertiefende des Weihnachtsfestes geblieben ist, das ist doch im Grunde genommen nicht mehr, als ein letzter, die Größe kaum mehr ahnen lassender Nachklang, eine Gewohnheit, in der das Große nicht mehr wahrgenommen werden kann, an das sich im Laufe von Jahrhunderten die Menschheit gewöhnt hatte.

Es wäre ganz verfehlt, wollte man etwa mit pessimistischer Gesinnung darauf hinblicken, dass die Zeiten andere geworden sind, und dass es in unseren heutigen Großstädten unmöglich ist, jene tiefe Innigkeit bei diesem Fest zu entwickeln, welche einstmals da war. Es
wäre nicht recht, solche pessimistische Stimmung aufkommen zu lassen, wenn man zu gleicher Zeit, wie es in diesem Kreise sein soll, eine Ahnung davon haben kann, wie die Menschheit an alle Tiefe und Größe jenes Impulses wieder herankommen kann, der gerade bei diesem Feste empfunden werden sollte. Suchende Seelen haben alle Veranlassung, sich in ihrer Seele zu fragen: Was darf uns dieses Christfest bedeuten? – Und sie dürfen sich in ihrem Herzen gestehen: Gerade durch die Geisteswissenschaft wird der ganzen Menschheit wieder etwas gegeben werden, was im vollsten Sinne des Wortes das bringen wird, was jetzt nicht mehr da sein kann und wovon man sich gestehen muss, dass es nicht mehr da sein kann, wenn man sich nicht in Illusionen und Phantastereien wiegen will und das, was vielfach zum bloßen Geschenkfest geworden ist, als gleichbedeutend ansehen wollte mit dem, was das Christfest, das Weihnachtsfest durch Jahrhunderte den Menschen war: ein Fest, aus dessen Begehen den Seelen herausblühte Hoffnungsfreudigkeit, Hoffnungssicherheit und das Bewusstsein, zu einer geistigen Wesenheit zu gehören, die aus geistigen Höhen heruntergestiegen ist, sich mit der Erde vereinigt hat, so dass eine jede willige Menschenseele Anteil an ihnen haben kann.

Durch Jahrhunderte hindurch wurde ein Fest begangen, welches in den Seelen das Bewusstsein erweckte, dass die einzelne menschliche Seele eine feste Kraft an der eben charakterisierten geistigen Macht habe, und dass alle die Menschen, die willig sind, sich zusammenfinden können in dem Dienste gegenüber dieser geistigen Macht, sich so in diesem Dienste zusammenfinden können, dass sie auch die rechten Wege finden auf der Erde, um sich als Menschen so viel als nur möglich sein zu können, um als Menschen auf der Erde sich so viel als nur möglich lieben zu können.

Wenn man, wie es angemessen erscheinen kann, einmal auf seine Seele den Vergleich wirken lassen will, zwischen dem, was das Weihnachtsfest durch Jahrhunderte hindurch gewesen ist, und dem, was es wieder werden soll, dann kann es gut sein, auf der einen Seite einmal die Stimmung, welche heute durch die Kulturforderungen der Gegenwart in Kreisen herrscht, die uns umgeben, zu vergleichen mit dem, was das Weihnachtsfest einstmals war, und auf der anderen Seite mit dem, was in den Seelen wie eine gewissermaßen zeitlos gewordene Erneuerung dieses Fest gerade durch die Geisteswissenschaft wieder werden kann.

So recht in seiner Tiefe das zu würdigen, was mit unseren großen Jahresfestlichkeiten zusammenhängt, das ist dem Stadtmenschen der Gegenwart kaum noch völlig möglich. Kaum möglich ist es, jenen Zauber zu empfinden, der wie eine geistige Luft durch die Seelen, durch die Gemüter derer ging, die da glaubten, bei den großen festlichen Veranstaltungen um Weihnachten oder um Ostern, den Christus in ihren Herzen zu tragen. Diesen Zauber zu empfinden, der wie eine geistige Luft die Menschheit in diesen Zeiten durchwehte, ist heute insbesondere dem Städter schon recht, recht schwierig geworden. Denjenigen, die noch Gelegenheit gehabt haben, wenn auch nur ein weniges zu sehen von diesem Zauberwind, der durch die Seelen und die Gemüter in solchen Zeiten hat ziehen können, wird dies ganz gewiss eine wunderbare, eine herrliche Erinnerung sein. Mir selbst war als Kind nur noch möglich, die letzten Reste von dem zu schauen, was in den Dörfern deutscher Gegenden als solcher Zauberwind durch die Seelen, durch die Gemüter ziehen konnte, zu sehen, wie bei alt und jung, wenn die Weihnachtszeit herannahte, im tiefsten inneren Seelenleben wirklich etwas entstand, was sich unterschied von den Empfindungen und Gefühlen, die sonst das Jahr über vorhanden waren. Man konnte so etwas noch vor wenigen Jahrzehnten, wenn Weihnachten
herannahte, in Bauerndörfern gar wohl empfinden, wie da die Seelen auf natürliche Art sich innerlich schmückten und wirklich so etwas empfanden wie: Hinuntergegangen ist während des Herbstes in tiefstes nächtliches Dunkel das physische Sonnenlicht, vermehrt hat sich die äußere physische Finsternis. Lang sind die Nächte, kurz sind die Tage geworden. Wir müssen viel in unseren Stuben sitzen. Während wir sonst in den entgegengesetzten Jahreszeiten hinausziehen auf die Felder und das Goldige der Sonnenstrahlen des Morgens uns entgegenschreiten fühlen, die wärmende Sonne fühlen und unsere Hände regen können in den langen Tagen des Sommers, müssen wir jetzt viel in der Stube sitzen, müssen viel, viel Finsternis um uns herum wissen, müssen gar oftmals hinausschauen durch die Fenster, wie die Erde bedeckt wird mit ihrem Winterkleid.

Es ist nicht möglich, alles, was Schönes, was Wunderbares an Seelenstimmungen in den einfachsten Bauernhütten während der Sonntagnachmittage und -abende erwachte, wenn die Weihnachtszeit heranrückte, ausführlich zu schildern, denn man müsste intime Seelenstimmungen schildern. Man müsste schildern, wie so mancher, der sein gut Teil gerauft und verschiedenen Unfug getrieben während des übrigen Teiles des Jahres, sich durch das Erfülltsein mit dem Gedanken: Die Christzeit naht – wie selbstverständlich in seiner Seele gebändigt fühlte. Er fühlte: Die Zeit selber wird zu heilig, als dass Unfug getrieben werden darf in dieser Zeit. Das ist nur ein kleiner Hinblick auf das, was vor Jahrhunderten in dem ausgedehntesten Maße vorhanden war, was man vor Jahrzehnten als einen letzten Rest noch in den Dörfern sehen konnte.“

Rudolf Steiner in der GA 125 („Wege und Ziele des geistigen Menschen“), S. 229 ff.

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