Aktuelles vom 16.3.2018 und: Die «Russenpeitsche»

Der Infanterist der Zukunft
Die EU-Kriegspolitik evoziert Wachstumsschübe auf dem Rüstungsmarkt, die Bürger werden ideologisch eingeschworen.
Die Düsseldorfer Waffenschmiede Rheinmetall (Slogan: Mobility.Security.Passion.) hat Zahlen vorgelegt. Der Rüstungsbereich „Defence“ überspringt 2017 demnach erstmals die 3-Milliarden-Marke. Die Defence-Sparte des Konzerns tritt als führendes europäisches Systemhaus für Heerestechnik auf und sieht sich nach eigenen Angaben als „zuverlässiger Partner der Streitkräfte“. Dazu passt die kürzlich in Brüssel neu eröffnete Repräsentanz der Rheinmetall Groupe, zuständig für EU- und NATO-Angelegenheiten.
Damit steht zu erwarten, dass europäische Streitkräfte demnächst mit deutscher Technologie in den Krieg ziehen können, derweil die Aussicht auf millionen-, vermutlich sogar milliardenschwere Aufträge für gute Stimmung in der deutschen Rüstungsindustrie sorgen dürfte.
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Die verbale Giftigkeit, die London seit dem angeblichen Giftanschlag auf den Ex-Spion Skripal versprüht, lässt auf deren Handlungsdruck schließen. Leider wird Giftigkeit immer wieder mit Wahrheitsgehalt verwechselt. Da könnte ein alter US-Veteran mit einem Giftfläschchen jetzt etwas aushelfen, um es zumindest etwas wahrer aussehen zu lassen.
NATO kann Russland-Krieg beginnen: Colin Powell liefert finalen Gift-Beweis
Die Intensität, mit der dieser Tage politisch als auch medial auf Russland eingedroschen wird, ist als starkes Indiz zu verstehen, dass Russland schuldig ist … woran auch immer. Insbesondere Theresa May kommt gar nicht mehr aus dem Gift-spritz-Modus heraus. Ihr quillt der Geifer schon aus allen Körperöffnungen. Der Westen, respektive die NATO-Staaten, haben so massive interne Probleme, dass sie ganz dringend einen fetten externen Konflikt benötigen. Insoweit macht der aktuelle Russen Zirkus absolut Sinn und sollte für jedermann leicht nachvollziehbar sein…
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Erinnerungen an ein Syrien vor dem Krieg
Noch 2009 war Syrien ein ruhiges, sehr multikulturelles und interessantes Land. Dann «kam» der Krieg – von Jordanien herauf.
…Dass Teile dieses eindrücklichen Landes keine zehn Jahre später zerstört sein würden, konnte man damals noch nicht ahnen. Dabei hatten Generäle im fernen Washington heimlich längst beschlossen, man könnte da drüben «mit gutem Militär» doch «take down governments» (Regierungen runter nehmen) und «take out countries» (Länder ausschalten). Im Irak und in Libyen etwa. Oder eben auch in Syrien. Alles Länder, die punkto Menschen- und Frauenrechte oder Rechtsstaatlichkeit sicher sehr rückständig waren. Aber bestimmt fortschrittlicher als etwa Saudi-Arabien. Nur sind die Saudis halt eben «Friends of the US». Wo hingegen der US-Botschafter (falls es überhaupt einen gab) in den erwähnten «take-out-countries» wenig bis nichts zu sagen hatte. Ein damaliger US-General (Wesley Clark) berichtet später über die US-Umsturz-Pläne «da drüben» offen und glaubwürdig.
Clarks Bericht zeigt, dass Vorbereitungen für den von aussen geplanten «Regime-Change» in Damaskus unter US-Regie schon lange vor 2011 angelaufen waren. In Jordanien 2009 ganz konkret, als es im nördlichen Nachbarland Syrien noch recht friedlich und ruhig war. Fest steht: US-Army-Engineers hatten bei Amman ab 2005 ein Trainingszentrum für die Ausbildung von «Spezialtruppen» auch für «irregular warfare tactics» (ireguläre Kriegs-Taktik) aufgebaut…
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Die «Russenpeitsche»

Man könnte darüber lachen. Wie man über die Kinderzeiten lacht, als der Welterklärung genüge getan war, wenn die Schotten knauserig, die Italiener faul und die Franzosen gegen Seife resistent waren. Aber wenn man die Karikatur auf der Cover-Seite des Zürcher «Tagesanzeigers» vom 27. Februar sieht, bleibt einem das Lachen im Halse stecken. «Die Russenpeitsche» heisst es da, und man sieht Zürich im Frost, Rom im Schnee und Raketen, die auf Ost-Ghuta fliegen.

Den Ausdruck «Russenpeitsche» soll ein deutscher Wetterdienst erfunden haben, um einen sibirische Kälte-Einbruch zu charakterisieren. Die Medien greifen den Ausdruck eifrig auf. Natürlich ist alles ironisch gemeint, sauglatt, Humor eben.
Wirklich? Den Krieg in Ost-Ghutha humorvoll zu sehen, das wäre meines Erachtens doch ein wenig zu viel der Lustigkeit. In der Karikatur wird mit heiterer Nonchalance suggeriert, was derzeit täglich von den grossen westlichen Medien als Mainstream Opinion konstruiert wird: Die Russen seien für den Krieg in Syrien verantwortlich, sie seien die Angreifer, die anderen die Opfer.
Ost-Ghuta ist in der Hand von aufständischen Milizen, darunter radikale Islamisten, die Damaskus seit 2011/2012 mit punktuellen Raketenangriffen terrorisieren. Die Bevölkerung in Damaskus ist nicht «amused». Die syrische Regierung hat jahrelang Verhandlungsbereitschaft gezeigt, um die Aufständischen zum Niederlegen der Waffen zu bewegen. Sie haben sich geweigert, sie wollten diesen Krieg, um die Regierung Assad zu stürzen, und sie werden dabei seit Kriegsbeginn vom Westen unterstützt.
Ein beliebter Textbaustein in den Nachrichten lautet derzeit: «das von Assad-Truppen belagerte Ost-Ghuta». Der Versuch einer Annäherung an die Realität müsste umgekehrt lauten: das von Assad-Gegnern eingenommene und besetzte Ost-Ghuta, in dem brutale politische und ethnische Säuberungen stattgefunden haben.
Oder glaubt jemand im Ernst, bei der Einnahme von Ost-Ghuta hätten die Milizen mehr Zartgefühl an den Tag gelegt als bei der Einnahme von Mossul? Mossul wurde in allen Medien als Befreiung von den Henkern des «Islamischen Staates» gefeiert. Ohne Luftbombardierungen «hätte das Leiden noch Jahrzehnte lang gedauert» befand «Der Spiegel» am 20.12.2017. Zivile Opfer hin oder her. In Mossul bombardierte eine Allianz unter Führung der USA. Also waren die Islamisten die Bösen. In Ost-Ghuta dagegen sind die Islamisten die Guten, denn die Russen sind die Bösen. In der Weltpolitik ist eben differenziert zu urteilen: mal so und mal so…
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«Sonntags-Zeitung» geifert faktenfrei gegen Daniele Ganser
13. Mrz 2018 – Mit miesem Journalismus macht das Tamedia-Blatt den ungemütlichen Friedensforscher gleich 13 Mal zum «Verschwörungstheoretiker».
Der promovierte Historiker Daniele Ganser ist ein unbequemer Zeitgenosse. Er doktorierte 2005 über «Nato-Geheimarmeen in Europa». Seither erforscht er völkerrechtswidrige militärische Übergriffe und Kriege der USA und der Nato. Statt auf die Sowjetunion und das heutige Russland zu fokussieren, beschäftigte sich Ganser mit der westlichen Grossmachtspolitik seit 1945. Das kommt im Westen naturgemäss weniger gut an…
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Swiss Propaganda Research – Kurznotizen März 2018
Kurznotizen März 2018
Der lange Arm der »Small American Group on Syria« in die ach-so-freien Schweizer Medien
neue Russland-Korrespondentin des SRF kommt von der US-Propagandaklitsche Radio Free Europe
Daniele Ganser verlor in Folge einer neuerlichen Medienkampagne seinen Lehrauftrag für Energiesysteme an der Universität St. Gallen…
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Bist auch Du dabei? Protest und Widerstand gegen die Air Base Ramstein auch und gerade 2018!
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🙂 Schrecklicher Verdacht: Versucht Putin, sich in die russischen Präsidentschaftswahlen einzumischen?
Moskau (dpo) – Am Sonntag wählt Russland einen neuen Präsidenten. Doch inzwischen befürchten Experten Manipulationen, wie sie auch schon in den USA, Deutschland oder Frankreich auftraten. Der schreckliche Verdacht: Versucht Wladimir Putin, sich in die Wahlen am 18. März einzumischen?
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+++WESENTLICHES+++

Bundeswehr in Syrien: Rechtsanwalt erstattet Strafanzeige gegen Bundesregierung und Juristen in Deutschland
Wissen Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Dr. Ursula von der Leyen von möglichen Verstößen gegen internationales Völker-Recht?
Damaskus (Syrien) / Berlin / Selfkant (Deutschland). 12. März 2018. Ein 49jähriger Rechtsanwalt, Wilfried Schmitz, aus der Nähe von Maastricht (Niederlande) hat aufgrund der Entsendung der Bundesregierung eine Strafanzeige gegen viele Mitglieder der Bundesregierung in Berlin und gegen alle Staatsanwälte der Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe erstattet, berichten die Online-Medien muslimmarkt.de und Watergate.tv.
Die Strafanzeige wurde gegen alle Mitglieder des Deutschen Bundestag, eingeschlossen auch Regierungsmitglieder, unter anderem auch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU) und Bundesministerin der Verteidigung, Dr. med. Ursula von der Leyen (CDU) erstattet, die am 4. Dezember 2015 für die Entsendung der Bundeswehr und den Einsatz in Syrien gestimmt haben.
In die Strafanzeige wurden ebenso alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der deutschen Bundeswehr, die sich an der Umsetzung und / oder Ausführung dieses Beschlusses vom 4.12.2015 mitgewirkt haben, wegen aller in Betracht kommenden Straftatbestände, einbezogen…
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