Aktuelles vom 16.8.2018 und: Ausbeutung bei Ryanair: Verwerflich bestimmt – aber so schön billig

…welcher Bundesbürger würde freiwillig sein Geld in diese Kriegsspiel- und Materialverschwendungsprojekte stecken? Wer oder was regiert die Schafe?
Es stimmt offenbar überhaupt nicht, dass die Bundesregierung – und wohl auch eine Mehrheit im Deutschen Bundestag – Probleme mit der Forderung von US-Präsident Trump nach deutschen Mehrausgaben für die Rüstung hat. Faktisch wird der Forderung aus den USA jedenfalls gefolgt…

A400M-Militärbasis kostet 750 Millionen Euro
Der Luftwaffen-Standort Wunstorf in Niedersachsen entwickelt sich zur Drehscheibe für weltweite Militär-Einsätz Die Kosten für die Modernisierung der Heimatbasis des Militärtransporters A400M schätzt das Landesfinanzministerium jetzt auf insgesamt 750 Millionen Euro.
Laut einer Mitteilung des Ministeriums, das auch für das staatliche Baumanagement in Wunstorf zuständig ist, wurden zwischen August 2009 und Dezember 2016 etwa 450 Millionen Euro ausgegeben. Die bis 2028 “und gegebenenfalls darüber hinaus” fortgeführte Modernisierung dürfte bis zum Ende des Ausbaus weitere 300 Millionen Euro kosten.
Aktuell sind von den 19 bislang ausgelieferten neuen Transportflugzeugen nur etwa acht einsatzbereit. Die A400M gilt zwar als modernster Militär-Transporter der Welt, bei der Entwicklung und auch nach Auslieferung der ersten Flieger an die Bundeswehr ab Dezember 2014 gab es aber immer wieder technische Problem (…)
Deutschland hat insgesamt 53 Maschinen beim Hersteller Airbus bestellt, um die ein halbes Jahrhundert alten Transportflugzeuge vom Typ Transall zu ersetzen. Die Probleme haben die Auslieferung nach Angaben des Verteidigungsministeriums aber um mehr als elf Jahre verzögert, die Kosten liegen inzwischen 1,5 Milliarden Euro über der ursprünglich veranschlagten Summ
Quelle: n-tv

und:

Die Bundeswehr will milliardenschwere Kampfschiffe anschaffen, die auch Ziele unter Wasser bekämpfen können
Die Bundeswehr soll ein neues Mehrzwecksschiff vom Typ MKS 180 bekommen, das sowohl Angriffe unter und über Wasser als auch in der Luft abwehren kann. Zudem sollen die neuen Fregatten in der Lage sein, Einsätze der Soldaten an Land zu koordinieren. Mit einem Gesamtvolumen von vier Milliarden Euro ist es das wohl größte Rüstungsprojekt von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), berichte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ).
Neben seiner Größe soll sich das MKS 180 vor allem in seiner Anpassungsfähigkeit von seinen Vorgängern abheben. Das Mehrzweckschiff soll laut Bundeswehr optimal an die jeweiligen Bedingungen des Einsatzes angepasst werden. Unter anderem zähle dazu die Ausstattung mit diversen Missionsmodulen wie etwa ein Schleppsonar zur U-Boot-Jagd, ein modernes Schiffslazarett oder Räume, um Personen in Gewahrsam nehmen zu können. Eine Besatzung von bis zu 180 Soldaten soll das Schiff aufnehmen können. (…)
Bislang unklar ist, welche Werft die Mehrzweckschiffe bauen wird. Um den Auftrag für den Bau an Land zu ziehen, haben sich nun zwei deutsche Werften zusammengeschlossen. Die Kieler Werft German Naval Yards (GNYK) bewerbe sich in Kooperation mit der Thyssen-Krupp-Tochtergesellschaft TKMS um den Zuschlag für das milliardenschweren Marine-Projekt Deutschlands, teilte GNYK mit. Damit sei die Kieler Werft „der einzig verbliebene deutsche Generalunternehmer in dem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb“, heißt es in der Mitteilung. Sollten die Unternehmen den milliardenschwerden Auftrag bekommen, wird TKMS mit seinen Ingenieurskompetenzen einen Großteil der Entwicklungs- und Konstruktionleistungen übernehmen.
Neben der wirtschaftlichen hat das Projekt auch eine nationale industriepolitische Bedeutung. Durch die Realisierung der Pläne innerhalb der Bundesrepublik könnten Arbeitsplätze gesichert werden. Sollte GNYK den Zuschlag für den Auftrag bekommen, soll die Entwicklung und Konstruktion der MKS 180 komplett in Deutschland durchgeführt werden. Außerdem sollen Know-how und Designrechte in Deutschland verbleiben.
Quelle: msn nachrichten

dazu:

Aufruf zum Antikriegstag
am 1. September 2018

Aufruf zum Antikriegstag am 1. September der Initiative „abrüsten statt aufrüsten“ vom 10. August 2018
Aktiv für Abrüstung eintreten – zum Antikriegstag am 1. September und darüber hinaus!
Am Antikriegstag gedenken wir den mehr als 80 Millionen Opfern der beiden Weltkriege. Die historische Lehre aus zwei Weltkriegen heißt für uns: „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ Aber auch „Nie wieder Aufrüstung!“. Aufrüstung bringt keine Sicherheit und keinen Frieden. Aufrüstung heizt internationale Konflikte weiter an. Waffen, die entwickelt werden, kommen auch zur Anwendung. Deshalb Schluss damit!
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Grundsatzfrage: Soll man mit dieser Airline noch fliegen?

Ausbeutung bei Ryanair: Verwerflich bestimmt – aber so schön billig
Nach dem aktuellen Streik wird Ryanair seine menschenverachtende Personalpolitik verändern müssen. Dass sie sich überhaupt so lange halten konnte, ist ein Armutszeugnis für die Konsumgesellschaft.(…)
“Ryanair verkauft keine Hähnchenschenkel und Nackensteaks, doch bei der Billig-Airline geht es um dasselbe. Wer sich etwa für die Strecke von Köln nach Berlin in eine der blau-gelben Röhren des irischen Unternehmens setzt und die 500 Kilometer für rund 15 Euro fliegt, muss sich darüber im Klaren sein, dass irgendjemand anderes den Preis für diesen Preis bezahlt. Einzig: Ryanair hat in aller Regel kein Problem damit, die Tickets an den Mann zu bringen. Wer kann bei solchen Schnäppchen schon widerstehen? (…)
Wer etwa für O’Leary fliegt, ist in der Regel nicht angestellt, sondern muss ein Unternehmen irischen Rechts gründen und sich dann als Freiberufler für Flüge “bewerben”. Einstiegsgehalt als Pilot: rund 39.000 Euro, Co-Piloten bekommen etwa 25.000 Euro – brutto. Die mehrere zehntausend Euro teure Pilotenausbildung muss der Nachwuchs davon meist abbezahlen. Flugbegleiter verdienen zwischen 700 und 1300 Euro netto. Auch sie müssen ihre knapp 3000 Euro teure Ausbildung selbst bezahlen. Sie sind zwar angestellt, allerdings meistens in Leiharbeitsverträgen – befristet und ohne Grundgehalt. Überstunden werden nicht bezahlt, eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt es nicht. Nicht wenige Ryanair-Flugbegleiter haben Nebenjobs, um über die Runden zu kommen.
Als er wieder einmal für seine menschenverachtende Personalpolitik in die Kritik geraten ist, sagte O’Leary einmal, es zwinge ja niemand die Menschen, bei Ryanair zu arbeiten. Seine Piloten nennt er nach deren Angaben mal “überbewertete Taxifahrer” oder “Busfahrer”. Als vergangenen Herbst Forderungen nach mehr Gehalt laut wurden, sagte er, seine Angestellten hätten ein überzogenes Selbstwertgefühl. In einem Interview mit der “Süddeutschen Zeitung” sagte er einmal, die Umwelt interessiere ihn “einen Dreck”, was ihn interessiere, seien die Ölpreise. Das Beste, was man seiner Ansicht nach mit Umweltaktivisten machen könne, sei es, sie “abzuknallen”, ein weiteres Zitat von ihm. Und was sein eigenes Auskommen angeht, sagte er einmal: “Ich verdiene etwa das 20-Fache dessen meiner Angestellten. Ich denke, diese Lücke sollte größer sein.”
Und auch über seine deutschen Kunden sagte O’Leary einmal etwas, das erklären könnte, warum die Airline einen Umsatzrekord nach dem nächsten einheimst – trotz aller Skandale. “Die Deutschen würden mit nackten Eiern über Glasscherben robben, nur um günstige Preise zu bekommen.” Freilich macht nicht nur die schlechte Bezahlung der eigenen Leute derartige Schnäppchen möglich. Ryanair spart auch, indem kleine Flughäfen angesteuert werden oder weil die Maschinen fast immer ausgebucht sind. Aber Dumpinglöhne sind eben auch zentraler Bestandteil der Preisstrategie.
Dass sich nun höchstwahrscheinlich doch etwas ändern wird bei Ryanair, haben die Piloten selbst bewirkt. Nach dem Ausstand in vier europäischen Ländern kann O’Leary kaum etwas anderes übrigbleiben, als sich mit den Gewerkschaften zu einigen. Auch wenn er zuvor ankündigte, dass “eher die Hölle zufrieren” würde. Der aktuelle Streik hat Dimensionen, die neu sind für die Airline: Europaweit fallen 400 Flüge aus, 55.000 Passagiere sind betroffen. Schon im vergangenen Quartal knickte der Umsatz wegen Streiks um 20 Prozent ein. Werden die Ausstände noch größer, würde O’Leary seine Anleger verprellen, die er all die Jahre auf dem Rücken seiner unterbezahlten Angestellten mit Traumrenditen verwöhnt hat.”
Quelle: n-tv

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…etwas Licht in der Trübe deutscher Politik:
Umfrage zeigt: So viele Deutsche würden Wagenknechts Bewegung wählen
Neben der bereits am Donnerstag verkündeten Zahl von 50.000 Unterstützern kann Sahra Wagenknechts Sammlungsbewegung „Aufstehen“ einen weiteren frühen Erfolg feiern: Laut einer Umfrage des Instituts Emnid im Auftrag des Nachrichtenmagazins Focus können sich satte 34 Prozent der Bundesbürger vorstellen, das Bündnis bei einer Bundestagwahl zu wählen.
Besonders groß ist der Anteil der potenziellen Wähler unter den Anhängern der Linkspartei. Von ihnen wären 87 Prozent bereit, die Bewegung zu wählen. Unter Grünen- und SPD-Anhängern beläuft sich der Anteil auf 53 beziehungsweise 37 Prozent. Der kleine Haken: Bei Wahlen will „Aufstehen“ nach dem Stand der bisherigen Überlegungen eigentlich gar nicht antreten. Seine Mitglieder sollen nach Wagenknechts Idee Platz auf den Listen anderer Parteien finden.
Quelle: Merkur.de

Tagesdosis 14.8.2018 – Maduros fliegende Gastanks, Skripals Space Command und die Sehnsucht nach Captain Kirk
Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.
Als am 5. August ein Mordanschlag mit zwei Drohnen auf Venezuelas Präsident Nicolás Maduro verübt wurde, waren sich die deutschen und internationalen McMedien einig: Das war entweder ein False Flag Angriff von Maduro auf sich selbst, oder eine Gruppe „Tyrannenmörder“ habe aus Verzweiflung über die desolate Lage im Land zum letzten Mittel gegriffen. Außerdem habe die venezolanische Feuerwehr von einem explodierten Gastank gesprochen, was die Beschuldigung eines Anschlages mit Drohnen wiederlege. Wilde Verschwörungstheorien in deutschen Medien, inklusive Tagesschau. Wundersam, was alles geht, wenn es sich nicht um 911 oder Gladio handelt!
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Steuergelder für billiges Geflügelfleisch aus Polen – Das unsägliche Leid der Martinsgänse
Am 11. November ist es wieder so weit – dann heißt es wieder: Gänse Marsch!!! Das „traditionelle Martinsgans-Essen“ findet bis Weihnachten statt. Wer billig Hähnchen im Discounter kauft, muss sich im Klaren sein: Diese Preise sind quersubventioniert. Polen stellte 2016 2,5 Millionen Tonnen Geflügelfleisch her und im 1. Halbjahr 2017 rund 1,3 Millionen Tonnen. Bei Geflügel hat Polen innerhalb der EU Platz 1 erobert. So stammt das meiste europäische Hähnchenfleisch aus Polen.
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🙂 Offensichtlich Geistesgestörter guckt aus Busfenster statt auf Smartphone
Berlin (dpo) – Gruselig: Wie zahlreichen Social-Media-Posts besorgter Fahrgäste zu entnehmen ist, schaute ein offenbar geistesgestörter Mann heute in einem Berliner Bus minutenlang wortlos aus dem Fenster, anstatt wie ein normaler Mensch während der gesamten Fahrt auf den Bildschirm seines Smartphones zu starren.
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