Aktuelles vom 22.10.2018

Albrecht Müller: Gefährliche Politik des Westens zerstört Vertrauen in Russland
Auf die Folgen der westlichen Konfrontationspolitik gegenüber Russland macht der Publizist und Ex-SPD-Politiker Albrecht Müller aufmerksam. Im Interview beschreibt er die aktuellen Gefahren der Abkehr von der Entspannungspolitik. Die wird aus seiner Sicht auch nicht durch ein aktuelles Papier der SPD-Bundestagsfraktion erneuert. Tilo Gräser sprach mit dem einstigen Mitarbeiter von Willy Brandt und heutigen Herausgeber der “NachDenkSeiten”…
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Grautöne Ep.#20 – Michael Lüders – Syrien: Krieg der Werte
Thema: Wir haben den Islam- und Politikwissenschaftler Michael Lüders getroffen, um mit ihm über sein neues Buch “Armageddon im Orient” zu sprechen: was hat das jahrzehntelange Engagement des Westens und insbesondere der USA für die Region gebracht? Wie ehrlich ist der öffentlich mediale Diskurs über den Krieg in Syrien und inwiefern spielen moralische Maßstäbe eine Rolle bei geopolitischen Entscheidungen?

Die Black Alliance for Peace fordert die US-Regierung auf, das AFRICOM zu schließen
Die Black Alliance for Peace / BAP hat die Kampagne „U.S. Out of Africa!: Shut Down AFRICOM!“
gestartet, mit der die Invasion und die Besetzung Afrikas durch die USA gestoppt werden soll.
Heute ist der 10. Jahrestag der Errichtung des U.S. Africa Command / AFRICOM (in Stuttgart).
(Nachfolgend haben wir wichtige LUFTPOST-Ausgaben zur Entwicklung des AFRICOM verlinkt:
und Führende US-Militärs behaupten zwar, das AFRICOM werde zur Bekämpfung des Terrorismus auf dem afrikanischen Kontinent gebraucht, wir aber meinen, dass die geopolitische Konkurrenz
Chinas der eigentliche Grund für die Existenz des AFRICOM ist, das als gefährliche
Kommandostruktur nur der Ausweitung des Militarismus dient.
Als das AFRICOM in den Monaten vor dem Amtsantritt Barack Obamas, des ersten schwarzen Präsidenten der USA, errichtet wurde, hat sich eine Mehrheit der afrikanischen
Staaten unter Führung der panafrikanischen Regierung Libyens dagegen ausgesprochen.
Deshalb musste das AFRICOM in Europa (und zwar in Stuttgart) verbleiben. Nach dem Angriff der USA und der NATO auf Libyen, der dieses Land zerstörte und zur Ermordung
des Staatschefs Muammar Gaddafi im Jahr 2011 führte, gaben korrupte afrikanische Politiker dem AFRICOM die Erlaubnis, in ihren Staaten US-Soldaten einzusetzen und Kontakte zu einheimischen Streitkräften aufzubauen. Heute gibt es insgesamt 46 US-Militärbasen in Afrika und militärische Beziehungen der USA zu 53 von 54 afrikanischen Staaten U.S. Special Forces agieren jetzt in
mehr als einem Dutzend afrikanischer Staaten Vizeadmiral Robert Moeller, der erste stellvertretende Kommandeur des AFRICOM,hat 2008 erklärt: „Den freien Fluss der Bodenschätze Afrikas zum globalen Markt zugarantieren, ist eine der Hauptaufgaben des AFRICOM.“
Wir halten das AFRICOM für die Kehrseite des internen Krieges, den der gleiche US-Machtapparat gegen schwarze und arme Menschen in den USA führt. Mit unserer Kampagne „U.S. Out of Africa!: Shut Down AFRICOM!“ wollen wir die polizeilichen Übergriffeund den Krieg gegen die Schwarzen in den USA mit dem Interventionismus und Militarismus der USA im Ausland verknüpfen.
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China testet künstlichen Beleuchtungsmond
Der Satellit soll dabei helfen, Strom zu sparen
Wu Chunfeng, Leiter der Wissenschaftsgesellschaft Tian Fu und Vorsitzender des eng mit dem chinesischen Weltraumprogramm verbundenen Unternehmens Casc, hat in der Zeitung China Daily angekündigt, dass man vom Sichuaner Weltraumbahnhof Xichang 2020 einen Satelliten in eine Umlaufbahn um die Erde schicken wird, der nicht der Kommunikation, sondern der Beleuchtung dienen soll. Dafür ist er mit Reflektoren ausgestattet, die Sonnenlicht zur Erde umleiten.
Damit soll der nicht (wie sein natürlicher Verwandter) 380.000, sondern nur 500 Kilometer von der Erde entfernte künstliche Himmelskörper nachts nicht als Mond, sondern nur als heller Stern sichtbar, aber trotzdem in der Lage sein, Gebiete mit einem Durchmesser von bis zu 80 Kilometern zu erhellen. Wo er hinleuchtet, lässt sich Wu Chunfeng zufolge mit einer Genauigkeit von „ein paar Dutzend Metern“ einstellen und auf einen Durchmesser von zehn Kilometer verkleinern. Das kann seinen Worten nach unter anderem bei Stromausfällen und in Katastrophengebieten sehr hilfreich sein.
Helligkeit regulierbar
Neben einer kompletten Abschaltung ist angeblich auch die Helligkeit des Trabantenwiderscheins regulierbar. Maximal möglich ist danach das Achtfache des Mondlichts, was Wu Chunfeng nach von Menschen als Dämmerungslicht wahrgenommen wird. Ersetzt man damit auf der Erde erzeugte künstliche Beleuchtung, könnte die Sichuaner Provinzhauptstadt Chengdu seinen Berechnungen nach jährlich 1,2 Milliarden Yuan einsparen – das wären umgerechnet gut 150 Millionen Euro.
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Austritt aus Abrüstungsvertrag
Trump stellt Berlin vor „schwierige Fragen“
Der Vertrag zum Verbot von Mittelstreckenwaffen soll ein atomares Kräftemessen zwischen Russland und den USA verhindern. US-Präsident Trump kündigt nun an, aus dem Abkommen aussteigen zu wollen. Die Bundesregierung ist entsetzt.
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…auf den Punkt gebracht:

Die unzähligen Khashoggis anderer Nationen
21. Oktober 2018 WiKa Glaskugel, Hintergrund, kurz✤krass, Medien, Meinung 7
Bulistan: Nun, die Dummheit der Saudis beim Entsorgen unliebsamer Schreiberlinge in Istanbul spottet tatsächlich jeder Beschreibung. Wer sich so doof und überheblich beim staatlichen Morden zeigt und die Gegner auf eigenem, diplomatisch geschützten Territorium verräumt, der ist erheblich blöder als er groß ist. Das haben die Saudis leider viel zu spät bemerkt, als der Jamal Khashoggi längst unwiederbringlich erkaltet war. Jetzt gilt es neoliberales Schnellwachsgras drüber zu kippen, damit die Saudis weiterhin den Jemen zerbomben können, wofür wir, nebst den Amis, das edle Werkzeug, gegen gutes Geld verhökern.
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