Aktuelles vom 23.12.2018 und: Der Rückzug des Imperiums aus Syrien

Gelbe Westen
Die „Gelben Westen“: Ein Blick in Frankreichs Seele
Was treibt die Demonstranten an, was zeichnet die Protestbewegung aus und was will sie erreichen? Euronews hat die Gelben Westen“ wochenlang begleitet.
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„Macron will uns kaufen“: Polizeigewerkschaftler für gemeinsamen Arbeitskampf – auch mit Gelbwesten
Mit der Vigi Ministère de l’Intérieur hat eine weitere französische Polizeigewerkschaft ihre Solidarität mit den Gelbwesten bekundet. Generalsekretär der Gewerkschaft Alexandre Langlois erklärt, warum sich unter mancher blauen Weste eine gelbe verbirgt…
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Der Rückzug

Der Rückzug des Imperiums aus Syrien birgt Chancen und Risiken.
Donald Trump will kein neues Öl ins Feuer des Syrien-Konflikts gießen. Diese Entscheidung ist weniger durch Edelmut als durch innenpolitische Erwägungen motiviert. Kaum zeigt sich jedoch ein Präsident der USA in militärischen Fragen moderat, erhebt sich Widerstand – im eigenen Land wie auch in der EU, wo einige Länder die lieb gewonnene Interventionspolitik lieber fortsetzen würden. Ungern will der Westen einräumen, dass Russland und Iran in Syrien gesiegt haben. Ob Frieden in der gebeutelten Region möglich ist, hängt jetzt von der Vernunft und vom Verhandlungsgeschick der Beteiligten ab…
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Die „Spitze des Eisbergs?“: Reaktionen auf „Fake-News“-Skandal beim „Spiegel“
Die Debatte um den ehemaligen „Fake-News“-Reporter des Magazins „Der Spiegel“, schlägt weiter hohe Wellen. Claas Relotius – mittlerweile ist er nicht mehr Journalist beim Hamburger Blatt – hat zugegeben, Geschichten erfunden, gefälscht und manipuliert zu haben. „Das ist für mich keine Überraschung: Wohl nur die Spitze des Eisbergs.” Das sagt Medienwissenschaftler Prof. Dr. Michael Meyen von der LMU in München im Sputnik-Interview. Soweit Prof. Dr. Michael Meyen, Medienforscher an der LMU zu München
Quelle: SNA Radio

und:

Enthüllte Spiegel-Fakes: „Geschichten, die wenig Arbeit und viel Freude machen“
20. Dezember 2018 — Der Spiegel-Reporter Claas Relotius hat jahrelang Reportagen verfasst, die, wie der Spiegel nun einräumt, zum großen Teil frei erfunden waren. Es ging um Syrien, um Trump-Wähler etc. Der Reporter ergänzte seine Geschichten dabei äußerst fantasievoll und sprachmächtig immer so, dass die Erwartungen der Redaktion erfüllt wurden und sich die gängige, „amtliche“ Sicht auf das jeweilige politische Thema bestätigte. Pointe dabei: Der Reporter sammelte mit diesen Fakes jahrelang die angesehensten Journalistenpreise ein. Für den Spiegel und die Leitmedien insgesamt ist der Fall damit ein Super-GAU.
Gestern äußerte sich Ulrich Fichtner aus der Spiegel-Chefredaktion zu dem Vorfall. Er versucht zu analysieren, weshalb die Fantasiegeschichten so lange kein Misstrauen in der Redaktion weckten und meint:
„Es gehört zur Grundausstattung des Menschen, im Umgang mit Wahrheit und Wahrscheinlichkeit erstaunlich großzügig zu sein, solange kein Grund zum Zweifeln besteht. Dann ist die Bereitschaft, noch die unglaublichsten Geschichten für wahr zu halten, solange sie nur plausibel wirken, ziemlich grenzenlos.“
„Plausibel“ ist hier zu übersetzen als „im Einklang mit den herrschenden Vorstellungen“. Und genau da liegt der Hund begraben. Der Spiegel beleuchtet unfreiwillig seine eigene bequeme Filterblase: Man will bestätigt werden, hat es ja sowieso immer schon gewusst. Trump-Wähler sind weltfremde Hinterwäldler, in Syrien opfert Assad rücksichtslos die Zivilbevölkerung und so weiter. Fichtner:
„Als Redakteur, als Ressortleiter, der solche Texte frisch bekommt, spürt man zuerst nicht Zweifeln nach, sondern freut sich über die gute Ware. Es geht um eine Beurteilung nach handwerklichen Kriterien, um Dramaturgie, um stimmige Sprachbilder, es geht nicht um die Frage: Stimmt das alles überhaupt? Und dieser Relotius liefert immer wieder hervorragende Geschichten, die wenig Arbeit und viel Freude machen.“
Der Spiegel-Chef spricht hier erfreulichen Klartext. Geschichten, die „wenig Arbeit und viel Freude machen“, das sind schlicht und einfach Stories, mit denen man in etablierten Kreisen nicht aneckt – also so ungefähr das Gegenteil von Journalismus…
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Die Anstalt vom 18. Dezember 2018
Im Dezember legt Claus von Wagner für eine Sendung eine kleine schöpferische Pause ein. Mit Erwin Pelzig steht aber ein anstaltserfahrener Urlaubsvertreter bereit, um Max Uthoff zu unterstützen:
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