Aktuelles vom 25.4.2019 und: Sind Sie mit 1 € dabei, um Bayer die Party zu vermiesen?

Ukraine: Sieg der Vernunft
Wahlsieger Wladimir Selenski will den Minsk-Prozess fortführen und den Krieg im Donbass beenden. Deutsche Medien wissen nicht, wie sie die Niederlage von Petro Poroschenko erklären sollen.
„Wir haben das gemeinsam gemacht“. Dies waren die ersten Worte von Wladimir Aleksandrowitsch Selenski, mit denen er am Wahlabend nach der Bekanntgabe der Exit-Polls vor seine Unterstützer trat. Der 41-jährige, der mit seinem Comedy-Team „95. Kwartal“ in der Ukraine berühmt wurde, glänzt mit Bescheidenheit. Selenski sieht sich als Jemand, der die Ukraine vereint und aus einer Sackgasse führt. Die Sackgasse trägt die Namen Krieg, Korruption und sozialer Niedergang.
Nach den Exit Polls National – einem Verbund von drei ukrainischen Meinungsforschungsinstituten – hat Selenski die Stichwahl am Sonntag mit 73,2 Prozent der Stimmen gewonnen. Amtsinhaber Petro Poroschenko unterlag mit 25,3 Prozent.
Das Ergebnis ist historisch. Noch nie wurde ein Polit-Neuling zum Präsidenten gewählt. Und noch nie hat bei Präsidentschaftswahlen in der Ukraine ein Bewerber in der Stichwahl so schlecht abgeschnitten.
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und:

Die Ukraine unter dem neuen Präsidenten
Die überwältigende Mehrheit hat sich für ein Experiment mit Wolodymyr Selenskyi entschieden. Was sind die Eckpunkte seines Programms?
Der Polit-Satiriker hat dem fünf Jahre amtierenden Petro Poroschenko mit 73% zu 24% eine vernichtende Niederlage zugefügt.
Selenskyi hat sich den Sieg gesichert durch Botschaft 1: „Das alte System muss zerschlagen werden, das der Korruption und Selbstbereicherung.“ Die große Mehrheit sieht ihn hierzu als unbelasteten, ehrlichen und klugen Anti-Establishment-Prominenten in der Lage. Oder setzt zumindest Hoffnungen darauf.
Botschaft 2: „Die russische Sprache und die Minderheiten, etwa die Ungarn, gehören zu unserem geliebten ukrainischen Vaterland.“ Diese Ansicht wurde und wird von einer breiten Mehrheit geteilt.
Überspitzt formuliert lautete Poroschenkos Botschaft: Stellen wir den Kampf gegen die Korruption zurück, weil der Feind vor den Toren steht und außerdem noch zahllose seiner Agenten in unserer Festung hat. Wir müssen das Land weiter ukrainisieren, um unsere Reihen gegen den äußeren Feind zu schließen.
Selenskyis Botschaft ist: Ja, wir haben einen äußeren Gegner, aber mit dem kann und werde ich reden. Der Feind steht im Innern, aber es ist nicht eine „fünfte Kolonne“, sondern die korrupte Elite. Die Ukraine war und ist ein multiethnisch geprägtes Land. Und kann dies bleiben.
Er ist der erste Präsident der Ukraine, der weder dem „pro-westlich“-nationalistischen, noch dem „pro-russischen“ Lager angehört. Wie ist es um die Macht des Präsidenten bestellt?
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Ex-Präsident Jimmy Carter nennt USA das kriegerischste Land der Welt
Jimmy Carter, der einzige US-Präsident, unter dem die Vereinigten Staaten keinen Krieg geführt hatten, hat die Kriegslust seines Landes scharf kritisiert. Die USA könnten sich laut Carter an China ein Beispiel nehmen.
Die USA seien das kriegerischste Land der Welt, sagte Carter in seiner Sonntagsschule in der Maranatha Baptist Church im US-Bundesstaat Georgia.
Der 94-Jährige erklärte, Trump habe ihn am vergangenen Samstag angerufen. Zuvor habe er dem jetzigen US-Präsidenten in einem Brief einen Ratschlag zu den amerikanisch-chinesischen Beziehungen gegeben. Trump sei derzeit darüber besorgt, dass China die USA wirtschaftlich überholen könnte.
„Ich habe das Verhältnis zu China 1979 normalisiert. Wissen Sie, wie oft China seit 1979 Krieg gegen jemanden geführt hat? Niemals! Und wir sind im Krieg geblieben“, so der ehemalige demokratische Staatschef.
In den 242 Jahren ihres Bestehens als Staat hätten die USA lediglich 16 Jahre lang keinen Krieg geführt, betonte Carter.
Dass die USA das kriegsfreudigste Land seien, sei die Folge des US-Drucks auf andere Staaten, amerikanische Prinzipien zu übernehmen.
Die lange Friedenszeit habe es China erlaubt, sein Wirtschaftswachstum voranzutreiben. „Wie viele Meilen Schnellverkehrsbahn haben wir in diesem Land?“ fragte Carter. China habe etwa 29.000 Kilometer Schnellverkehrsbahn, während Washington etwa drei Billionen US-Dollar fürs Militär ausgegeben habe.
Quelle

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Sind Sie mit 1 € dabei, um Bayer die Party zu vermiesen?

Bayer steckt tief in der Krise. Der Konzern steht wegen Glyphosat vor Gericht und verliert ordentlich an Wert — seit August letzten Jahres schon mehr als 30 Milliarden Euro.
Bayer und dessen Chef Werner Baumann sind in Panik: Am Freitag steht die Jahreshauptversammlung an — und die soll einwandfrei über die Bühne gehen.
Das ist unsere Chance. Mit Ihrer Hilfe fliegen wir Paul Francois nach Bonn ein. Paul Francois ist Landwirt und wurde vor über einem Jahrzehnt durch Monsantos Killerpestizid vergiftet. Seitdem kämpft er für Gerechtigkeit. Seine Geschichte ist erschreckend — und eine Katastrophe für Bayers Ruf. Paul wird den Investor*innen zeigen, welchen Schaden Bayers Profitgier bei den Menschen anrichtet. Ein PR- Alptraum für den Bayer Vorstand.
Monsantos Killerpestizide haben Paul Francois das Leben zur Hölle gemacht.
Nachdem er ein inzwischen verbotenes Pestizid von Monsanto verwendet hatte, musste Paul Francois für 200 Tage ins Krankenhaus. Seitdem leidet er unter Amnesie, Krämpfen und Bewusstlosigkeit.
Seit mehr als zehn Jahren kämpft Paul für Gerechtigkeit. Er hat zahlreiche Gerichtsverfahren in Frankreich gewonnen. Doch Monsanto weigert sich zu zahlen und fechtet die Urteile immer wieder an. Paul ist in einem teuren und erschöpfenden Prozess gefangen.
Bayer-Monsanto hat eine Armee an hochbezahlten Anwält*innen. Der Konzern kann Gerichtsprozesse problemlos in die Länge ziehen, während die Opfer entweder aufgeben oder sterben. Für Bayers Vorstand sind die tausenden vergifteten Menschen bloß ein Zahl auf dem Papier. Helfen Sie, damit sich das ändert.
Und zwar so: Mit Ihrer Unterstützung holen wir Paul zu Bayers Jahreshauptversammlung am Freitag. Dort wird er Journalist*innen, Aktionär*innen und dem Bayer-Chef höchstpersönlich entgegentreten. Eine riesige Blamage für den Konzern und seinen Vorstand — und vielleicht der Beginn eines Kurswechsels bei dem Chemieriesen.
Sind Sie mit 1 € dabei, um Bayer die Party zu vermiesen?

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Ostermärsche, Demonstrationen … Es bewegt sich etwas. NachDenkSeiten-Gesprächskreise machen mit.
Wenn man den Meldungen glauben darf, dann waren die Demonstrationen für den Frieden und gegen Krieg in diesem Jahr etwas besser besucht. Sogar die Tagesschau hat das notiert: „Ostermärsche: Tausende demonstrieren für den Frieden“. Die FAZ berichtet von einer Umfrage: „Mehrheit für Abzug aller amerikanischen Atomwaffen“. – Die Glückwünsche von Trump, Merkel und der EU zur Präsidentenwahl in der Ukraine allerdings sind angereichert von Aggression zum Verhältnis der Ukraine zu Russland. Trump zum Beispiel: Unterstützung gegen Russlands Aggression. – Warum mahnen die Herrschaften nicht zur Verständigung? Verrückt. Je schwieriger und verrückter die Situation wird, um so wichtiger wird es, zusammen zu halten, sich zu treffen, miteinander zu reden. Albrecht Müller.
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Ein weiteres Beispiel für die Weltmachtansprüche des US-Imperiums
Vor ein paar Tagen zeichnete Albrecht Müller anhand zahlreicher Beispiele auf den NachDenkSeiten nach, wie sehr das Gerede vom „Niedergang der USA“ den Fakten widerspricht. In diese Reihe passt auch ein sehr aktuelles Beispiel: Ab Anfang Mai wollen die USA alle Staaten bestrafen, die iranisches Erdöl importieren. Dies verstößt zwar gegen alle nur denkbaren internationalen Gesetze und Abkommen; dennoch folgen fast alle Staaten dem Befehl des US-Imperiums – allen voran übrigens die Maulhelden der EU, die zwar gerne über Trump lästern, jedoch auch stets die Ersten sind, die Männchen machen, wenn das Herrchen aus dem Weißen Haus den mahnenden Finger erhebt. Von Jens Berger.
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dazu
mal eine andere Sichtweise:
Iran will US-Ölhandel komplett verhindern
Iran will US-Ölhandel komplett verhindernDie Ölpreise steigen, weil der Iran die US-Ölexporte als auch den weltweiten Handel von Ölprodukten in US-Dollar vollständig unterbinden will…
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🙂 IS bekennt sich dazu, ein riesiger Haufen Arschlöcher zu sein
Colombo (dpo) – Der IS hat sich erneut dazu bekannt, ein riesiger Haufen von Arschlöchern zu sein. Das geht aus einem Statement der IS-nahen Agentur Amaq hervor, das am Dienstag veröffentlicht wurde.
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