Aktuelles vom 26.4.2019 und: Jemen: Europas tödliche Exporte

36 Enthauptungen, eine Kreuzigung: Saudi-Arabien richtet 37 Menschen hin
In Saudi-Arabien sind nach Angaben des Innenministeriums 37 Menschen nach Terrorismus-Vorwürfen hingerichtet worden. Die saudischen Staatsbürger seien unter anderem zum Tode verurteilt worden, weil sie Terrorgruppen aufgebaut, Sicherheitskräfte angegriffen und terroristische Ideologie angenommen haben sollen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf das Innenministerium in Riad. Es wurden weder Details noch Hintergründe der Taten genannt.
139 Hinrichtungen im vergangenen Jahr
Laut Innenministerium seien die Todesstrafen in der Hauptstadt Riad, den heiligen Städten Mekka und Medina, in der Provinz Kassim sowie in der Ost-Provinz vollstreckt worden. Einer der Verurteilten wurde sogar gekreuzigt. Diese Hinrichtungsart kommt in Saudi-Arabien bei besonders schweren Verbrechen zum Tragen. Die Urteile seien vom Berufungsgericht und dem Obersten Gerichtshof bestätigt worden, hieß es weiter.
Nach Angaben der Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch sind im vergangenen Jahr 139 Menschen in Saudi-Arabien hingerichtet worden. Die meisten Verurteilungen habe es wegen Mordes und Drogendelikten gegeben. Das Königreich steht wegen der Todesstrafe international in der Kritik. In der Regel werden die Verurteilten – zum Teil öffentlich – mit dem Schwert geköpft oder erschossen.
Quelle: Focus
Anmerkung J.K.: Gab es dazu irgendeine Reaktion durch die Bundesregierung, die etwa bei Venezuela sofort die Verletzung von Menschenrechten geißelt? Soviel wieder einmal zur Doppelmoral des Westens.

Dazu: Sevim Dagdelen konfrontiert Merkel: “Wann stoppen Sie den Waffenexport in Kopf-ab-Diktatur Saudi Arabien?”

Die Privatwirtschaft rettet die Kultur nicht – Sie entwendet sie mit den Steuergeldern, die sie nicht gezahlt hat
„Private Großspender“ und „wohlhabende Philanthropen“ erfahren noch immer Respekt dafür, dass sie Kultur erst „möglich machen“ würden. Dieser Respekt ist unverdient und die Zeiten der Instrumentalisierung der Kultur sollten vorbei sein. Nicht nur der Fall Notre-Dame zeigt: Auch bei der Kultur muss der Staat Handlungsfähigkeit zurückerobern. Von Tobias Riegel.
Haben private Großspender das Recht, die Kulturlandschaften zu prägen, nur weil sie wohlhabend sind? Haben Sie das Recht, sich als besonders „freigiebige“ Mitglieder der Gesellschaft darzustellen und mit diesem ungerechtfertigten Status zu werben? Muss man ihnen gar für ihr „kulturelles Engagement“ dankbar sein? Und: Hat der Staat das Recht, die Konzerne durch seine Untätigkeit erst in die Lage zu versetzen, sich als „kulturelle Wohltäter“ produzieren zu können? Unter anderem diese Fragen werden durch die Debatte um die Pariser Kathedrale Notre-Dame und andere Facetten des privaten Kultur-Sponsorings aufgeworfen.
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Gelbwesten-Proteste Akt 23 – Repression gegen Sanitäter und Journalisten
Die Instrumentalisierung des Notre-Dame-Brandes ist fehlgeschlagen. Die Verkündung der Ergebnisse der Großen Debatte durch Marcon ist ein einziges Herumgeeiere! Die Spendenaktion der Superreichen hat diese letztlich demaskiert.
“Aufwärts” geht es einzig und allein mit der Eskalation der Gewalt des Staates gegen protestierende Bürger und deren Diffamierung. Allerorts kommt es zu Übergriffen, Rechtsverletzungen, Demonstrierende werden auseinander getrieben oder Journalist*innen in immer massiverer Form aufs Korn genommen.
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Jemen: Europas tödliche Exporte

Über 50.000 tote Zivilisten: Das ist die traurige Bilanz des seit März 2015 andauernden Jemen-Krieges. Die ersten Verlierer sind dabei immer die Kinder. Die jemenitische Bevölkerung leidet aber nicht nur unter den Bombenangriffen, sondern auch unter einer Blockade, hinter der Saudi-Arabien und die arabische Koalition steckt.
9. August 2018: In Saada im Nordjemen wurde ein Schulbus von Jagdflugzeugen der saudischen Armee bombardiert. 51 Menschen, darunter 40 Kinder, fielen dem Luftangriff zum Opfer. Abdulraheem Ali Ahmederinnert sich an diesen Tag. Auf dem Weg zum Markt hörte er den Bombenlärm und begab sich sofort an den Ort des Geschehens, um der Rettungsmannschaft zu helfen. Inmitten des Buswracks bemerkte er eine rote Jacke. Es war die seines Sohnes. Ali, 11 Jahre alt, starb unter den saudischen Bomben. Die Tragödie hat sich als Symbol der von Saudi-Arabien verantworteten Kriegsverbrechen tief ins Gedächtnis eingegraben.
Seit Ausbruch des Krieges im März 2015 wurden mehr als 50.000 Zivilisten im Jemen getötet. Hinzu kommt eine von der Arabischen Koalition organisierte Blockade. Sie beschleunigt eine Hungersnot, die von der UNO als „schwerste humanitäre Krise der Gegenwart“ bezeichnet wird. Die ersten Opfer sind Kinder. In UN-Berichten wurden die Zustände angeprangert, und auch große internationale NGOs erhoben Protest. An diesen Kriegsverbrechen – und um solche handelt es sich hierbei – sind natürlich die Urheber beteiligt, aber nicht sie allein. Internationale Verträge verbieten Rüstungsexporte an Länder, die sich derartiger Verbrechen schuldig gemacht haben. Der Film zeigt jedoch, dass die wichtigsten europäischen Hersteller (Frankreich, Großbritannien, Deutschland) weiterhin Waffen liefern, die im Jemen verwendet werden könnten. Darüber hinaus beleuchtet der Film die Hintergründe solch undurchsichtiger Geschäfte, die Doppelmoral unserer Demokratien und die Versäumnisse des politischen Personals der EU. Daraus ergibt sich die grundsätzliche Frage: Tragen wir Mitschuld an Kriegsverbrechen, wenn wir den Waffenhandel mit Saudi-Arabien fortsetzen?
Quelle: arte

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5-G, Genf beschließt 5G-Moratorium – Kanton Jura auch – Kundgebung in Bern am 10. Mai
Genfer Parlament verlangt zuerst Erkenntnisse über mögliche gesundheitliche Belastungen

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Ravensburg will Schutzzonen vor 5G-Strahlung für Elektrosensible
Ein zweischneidiges Schwert: 5G ja-aber mit Schutzzonen?
Das ist einmalig in Deutschland. Während die meisten Kommunen den Mobilfunkbetreibern freie Hand geben und den Bürgerinitiativen vorgaukeln, die Kommunen hätten bei der Gestaltung der digitalen Infrastruktur keine Rechte, geht Ravensburg einen anderen Weg.
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„Too big to fail“: Mobiltelefonie hat sich weltweit in kürzester Zeit als unersetzliche Kommunikationstechnologie durchgesetzt. Ist es möglich, dass sie trotz ihrer rasanten Verbreitung krebserregend ist?
THANK YOU FOR CALLING geht nicht nur ernsthaften Hinweisen auf mögliche Gesundheitsrisiken nach, sondern vor allem der Frage, warum diese Forschung bisher kaum in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen ist.
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Ungleichheit in England: 25.000 Grundeigentümer besitzen die Hälfte des Landes
Die Hälfte Englands ist in den Händen von weniger als einem Prozent der Bevölkerung. Dies geht aus einem neuen Buch hervor. Die 25.000 Besitzer sind Aristokraten und Großunternehmer. Daran habe sich in den letzten Jahrhunderten nichts geändert.
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Veranstaltungstipp:

Markus Osterrieder – Von der Kosmischen zur Künstlichen Intelligenz
Montag, 6. Mai / 19:30 – 22:00
Das Ringen um das menschliche Bewusstsein
Mit Markus Osterrieder: »Welt im Umbruch«, Verlag Freies Geistesleben
Die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz vollzieht sich in atemberaubender Geschwindigkeit vor unseren eigenen Augen: In welche Zukunft wird sie uns führen? Welche Rolle spielt dabei die zeitgenössische philosophische Richtung des »Transhumanismus«, die von einem »Neuen Menschen« ausgeht und im futuristischen Bolschewismus der 1920er Jahre ihren Vorläufer hatte? Was wird aus dem Grundmerkmal des Menschseins, nämlich der Tatsache, dass der Mensch ein erkennendes und selbstbewusstes Wesen ist? Woher rührt heute menschliche Intelligenz und kann sie zur inneren Befreiung des Menschen führen?

Empfangs-Verhütung
Graswang will Funkloch bleiben

Während halb Deutschland über Funklöcher schimpft, will man im oberbayerischen Graswang genau das: Funkloch bleiben! Die Mehrheit der Bewohner wehrt sich gegen Mobilfunkmasten und LTE-Ausbau.
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