Aktuelles vom 27.2.2019: Venezuela, Russland und die ödipalen Transatlantiker

„Nicht noch einen Krieg!“
Nicolás Maduro warnt die amerikanische Bevölkerung in seiner Videobotschaft vor einem neuen Vietnam.
In einem bewegenden Videoappell richtet sich Nicolás Maduro an die amerikanische Bevölkerung. Er macht sie darauf aufmerksam, dass die Mainstream-Medien eine Desinformationskampagne gegen sein Land betreiben und die Amerikaner diese Lügen nicht glauben sollten. Er mahnt zu einer friedlichen Zusammenarbeit, um einen weiteren Krieg wie den in Vietnam zu verhindern – einen Krieg, bei dem es um die enormen Öl- und Gasvorkommen in Venezuela ginge. Er betont seinen Respekt gegenüber den USA und ihrer Bevölkerung – einen solchen Respekt wünscht er sich auch seinem Land gegenüber.
Das vollständige Transkript seiner Ansprache lesen Sie hier:
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Journalist reist nach Venezuela, um sich selbst Bild von „humanitärer Krise“ zu machen
In zahreichen internationalen Medien wird ein düsteres Bild von dem demokratisch gewählten, venozelanischen Präsidenten Nicolás Maduro gezeichnet. Der Tenor lautet, dass der „Diktator Maduro“ sein eigenes Volk aushungert. Dieses zielt darauf ab, ein polarisiertes Venezuela zu spalten, in dem die Armen die Regierung immer noch unterstützen, während die Unterstützer der Opposition von der Krise profitieren, meint der unabhängige Journalist Max Blumenthal gegenüber RT.
Die Medien meinen, dass die gesamte venezolanische Gesellschaft – natürlich sind Maduro selbst und sein „korrupter innerer Kreis“ davon ausgenommen – dringend auf Nahrung und lebensnotwendige Güter angewiesen ist. Blumenthal hat sich nach Venezuela begeben und reist durch verschiedenen Teile des Landes, um sich selbst anzusehen, wie die Lage in Venezuela wirklich ist…
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Kranke Tyrannen Verbrecherische US-Oligarchie
Dass die korrupte US-Oligarchie (Jimmy Carter) die halbe Welt mit Handelskriegen, verdeckten Kriegen, Drohnen- und Bombenkriegen überzieht, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Jetzt taucht Uncle Sam plötzlich an der kolumbianischen Grenze auf, um „den Menschen in Venezuela mit Nahrungs- und Arzneimitteln zu helfen“. Man wundert sich, versuchen doch die USA seit Jahren mit einem Wirtschaftskrieg, der zu Nahrungsmittel-Knappheit und zum Fehlen von Arzneimitteln führt, einen Regierungswechsel in Venezuela zu erzwingen. Folgerichtig weigern sich auch UNO und Rotes Kreuz, dieses US-Manöver als einen Akt der Menschlichkeit anzuerkennen. Man riecht den Braten, denn gleichzeitig droht Washington mit einer militärischen Intervention, um den viel Angriffsfläche bietenden venezolanischen Präsidenten Maduro zur Aufgabe zu zwingen.
Der Höhepunkt dieser Schmierenkomödie, die von den westlichen Propagandamedien unterstützt wird, ist eine Twitter-Botschaft von Trumps Außenminister Mike Pompeo: „Was für ein kranker Tyrann stoppt Nahrung für hungrige Menschen? Es wird Zeit, den verzweifelten Menschen in Venezuela zu helfen.“
Gleichzeitig bricht in Syrien wegen der US-Sanktionen das Gesundheitssystem zusammen, weil nötige Arzneimittel nicht mehr zur Verfügung stehen. Was für ein kranker Tyrann stoppt Arzneimittel für hilflose kranke Kinder, könnte man mit Mike Pompeo fragen, dessen Chef für diese Verbrechen verantwortlich ist.
Aber wir kennen ja schon die skrupellose Moral der Führungsfiguren der „hemmungslosen Schurken-Supermacht“ USA (US-Politikberater Robert Kagan). Als die damalige US-Außenministerin Madeleine Albright 1996 in einem Fernsehinterview gefragt wurde, ob der Tod von einer halben Million irakischer Kinder durch das US-amerikanische Embargo gegen den Irak gerechtfertigt gewesen sei, antwortete sie: „Es ist diesen Preis wert.“
Quelle: Oskar Lafontaine via FB

„Russiagate“: Medienzirkus und gezielte Eskalation
Ein gescheitertes Abkommen mit der EU führte vor genau fünf Jahren zu den Maidan-Protesten in der Ukraine und Europa in eine der gefährlichsten Krisen der vergangenen Jahrzehnte. Mit dem internationalen Bestseller „Wir sind die Guten“ schauten Mathias Bröckers und Paul Schreyer hinter die Kulissen eines politischen Spiels, das tödlicher Ernst geworden ist. Denn seit der Westen sich im Kampf mit Putins Russland um die Ukraine wähnt, werden auch in Deutschland längst vergessene Kriegsängste wieder wach. Fünf Jahre später analysieren Bröckers und Schreyer in der komplett überarbeiteten und erweiterten Neuauflage „Wir sind immer die Guten“ den historischen Hintergrund des Ukraine-Konflikts, die Rolle der Geopolitik und gehen der Frage nach, wer die wirklichen Akteure in diesem tödlichen Spiel sind und welche Interessen sie verfolgen. Wir bringen zum Erscheinen des Buches einen Auszug zu diesem aktuellen wichtigen Thema.
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Putins Rede und die deutschen Medien
Weil viele Bürger keine Originalquellen studieren, haben Medienkonzerne leichtes Spiel mit Verkürzungen und Verzerrungen. Ein aktuelles Beispiel ist die jüngste Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin an die Nation und deren Rezeption in den großen deutschen Medien. Von Tobias Riegel.
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Nötige Selbstbehauptung
Putins Rede zur Lage Russlands stellt Sozialpolitik in den Mittelpunkt, zeigt aber auch außenpolitisch Kante.
Über Wladimir Putin haben viele eine Meinung – ohne ihm jedoch meist wirklich zuzuhören. Daher lohnt eine genauere Analyse seiner jüngsten Rede zur „Lage der Nation“. Während man hierzuland mit dem russischen Präsidenten meist Begriffe wie „Cyberangriffe“, „Giftgasanschläge“ und „Drohgebärde“ verbindet, dominieren in seiner Rede überraschend ganz andere Themen wie Armutsbekämpfung, Mittelstandsförderung, Bürokratieabbau und Ernährungssicherheit. Das klingt wenig dämonisch und gehört sicher auch in den „reichen“ Ländern auf die Tagesordnung. Wer genau hinhört, merkt aber auch: dem Präsidenten ist bewusst, dass sein Riesenland keine Insel der Seligen ist…
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Ödipale Transatlantiker
Liegt es im Interesse Deutschlands, dass deutsche Autoimporte als Sicherheitsgefahr für die USA eingestuft werden? Dass die deutsch-russische Erdgaspipeline Nord Stream 2 von Washington dämonisiert und uns stattdessen der Kauf überteuerten amerikanischen Fracking-Gases aufgenötigt wird? Dass die USA den INF-Vertrag mit Russland aufgekündigt haben, der die Stationierung von atomaren Mittelstreckenwaffen an Land verbietet – was zwangsläufig einen atomaren Rüstungswettlauf auch in Europa zur Folge haben wird?
Hiesige Entscheidungsträger reagieren auf diese und alle anderen Zumutungen der Regierung Trump in erster Linie willfährig, kopflos und bar jeder politischen Strategie. Wäre der Begriff nicht historisch belastet und vergeben, träfe das Wort Appeasement die europäische Haltung gegenüber Washington sehr genau.
Natürlich wird niemand ernsthaft für einen Konfrontationskurs gegenüber den USA plädieren. Was aber hindert Berlin und Brüssel daran, selbstbewusst eigene Interessen zu vertreten und sich Einmischungen in ihre inneren Angelegenheiten zu verbitten?
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🙂 Schokoladenverkauf rückläufig: Milka eröffnet eigene Metzgereien
Lörrach (Archiv) – Der Schokoladenhersteller Milka zieht Konsequenzen aus rückläufigen Absatzzahlen: In einer neuen Linie von Fleischprodukten soll ein Großteil der bekannten lilafarbenen Kühe des Konzerns künftig gewinnbringender eingesetzt werden.
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