Aktuelles vom 28.10.2018 und: Das Amazon-Kartell

Verschweigen und Vergessen-machen als bedeutsame Manipulationsmethode. Beispiel: das Spiel des Westens mit Jelzin.
Der Bericht über Jelzins Sturm auf das Weiße Haus, den die NachDenkSeiten am 17. Oktober veröffentlicht haben, machte mir und vermutlich auch vielen Lesern klar, dass und wie wir diese wichtige Geschichte in einem großen Nachbarland vergessen haben. Was Jelzin und seine Unterstützer und was die USA und der Westen zwischen 1990 und 2000 in Russland angestellt haben, ist aus unserem Gedächtnis verschwunden. Nicht zufällig. Das ist so gemacht. Für die meisten fängt die neuere Geschichte Russlands mit Putin an. Diesem werden dann allerlei Untaten zugeeignet. Wie sich Jelzin verhalten hat, wie der Westen zu Jelzins Zeiten die politischen Entscheidungen in Russland zu bestimmen versuchte und warum – zumindest aus russischen Augen, wenn nicht objektiv bewertet – Putin als Erlösung betrachtet werden muss, kommt in den uns heimsuchenden Erzählungen nicht vor. Albrecht Müller
….Dann sollten Sie zweitens Naomi Kleins „Schock-Strategie“ zur Hand nehmen. Im Kapitel 11 („Scheiterhaufen einer jungen Demokratie: Russland wählt die Pinochet-Option“), Seite 303ff, und im Kapitel 12 (Das kapitalistische ID: Russland und die neuen Flegeljahre des freien Marktes) Seite 341ff finden Sie viele Informationen und Material, das die Lücke füllt, die durch Verschweigen und lückenhaftes Erzählen entstanden ist. Zwei Doppelseiten sind hier kopiert. Sie vermitteln jenen, die das Buch nicht kennen, einen ersten Eindruck und machen hoffentlich neugierig:
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…2014 schlossen Amazon und der US-amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA einen 600 Millionen Dollar schweren Kooperationsvertrag (5). Alle 17 Bundesbehörden in den USA arbeiten mittlerweile mit der Cloud, die Amazon exklusiv für die CIA entwickelte. Das Ziel: „Verarbeitung und Analyse großer Datenströme“.
Diese recht nette und harmlos anmutende Formulierung heißt im Wesentlichen nichts anderes als: Die Überwachung der Zivilgesellschaft. Seit den Enthüllungen von Edward Snowden wissen wir, dass die NSA massenhaft Daten von ganz normalen Bürgern sammelt.
Das Amazon-Kartell
CIA und Finanzelite manipulieren gemeinsam die Welt.
Amazon ist einer der größten transnational agierenden Konzerne, genießt allerdings seit Jahren ein eher schlechtes Image, welches vor allem aus seiner neoliberalen und nicht nachhaltigen Wirtschaftsweise resultiert. Weniger bekannt sind Amazons Kooperationen mit CIA und Pentagon. Mitte Oktober bringt nun eine Veröffentlichung der Enthüllungsplattform Wikileaks Verbindungen zu Goldman Sachs ans Licht. All das wirft die Frage auf: Was passiert mit unseren Daten bei Amazon?
Es ist die erste größere Amtshandlung von Kristinn Hrafnsson, seit Julian Assange ihm Ende September 2018 das Amt des Chefredakteurs von Wikileaks übergeben hat. Assange ist zur Zeit durch eine von Ecuador verhängte Kommunikationssperre komplett von der Außenwelt abgeschnitten und konnte deshalb seine Funktion als Chefredakteur der Enthüllungsplattform in den letzten Monaten so gut wie gar nicht ausführen (1). Vermutlich wurden auch deshalb seit Juni keine neuen Dokumente auf Wikileaks veröffentlicht.
Erst seit der Isländer Hrafnsson das redaktionelle Zepter in der Hand hält, finden sich auf der Seite wieder einige neue Publikationen. Eine davon ist besonders brisant: der Amazon Atlas.
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…mehr zum Thema:
Überwachung total…
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Das Migrationsabkommen als letzter Sargnagel für die linken Parteien
Im Dezember wollen die Bundesregierung und die meisten übrigen UN-Mitgliedsländer in Marokko ein Globales Abkommen zur Förderung der Arbeitsmigration unterzeichnen. Es ist die Frucht langer intensiver Lobbyarbeit der großen internationalen Konzerne. Am 8. November debattiert der Bundestag darüber – auf Antrag der AfD. Die linken und ehemals linken Parteien machen die Augen zu und überlassen der AfD die Rolle des Verteidigers der Interessen der Arbeiter und kleinen Angestellten, mit denen Arbeitsmigranten in Konkurrenz gesetzt werden. Die Im-Stich-Gelassenen werden sich das merken.
Der Ort für die Zeremonie, Marokko, ist passender Weise derzeit das Haupttor, durch das afrikanische Migranten (via Spanien) die EU erreichen. Die letzten Meter des Abkommens bis zum finalen Entwurf hat die Bundesregierung zusammen mit Marokko als gemeinsame Vorsitzende des “Globalen Forums für Migration und Entwicklung” der UN mit betreut. Das Abkommen soll grenzüberschreitende Arbeitsmigration erleichtern und die Bedingungen dafür verbessern. Die Koalitionsregierung aus Union und SPD hat den Pakt nach eigener Darstellung im Bericht über ihre UN-Aktivitäten „politisch, inhaltlich, personell und finanziell vorangetrieben“ und „durch Textvorschläge aktiv gestaltet“. Das Abkommen sei zwar als „politisch verpflichtend“, aber „rechtlich nicht bindend“ konzipiert. Eine Zustimmung des Bundestags ist daher nicht nötig.
Quelle: Norbert Häring

NATO-Manöver Trident Juncture: Der Aggressor ist nicht Russland
„Wer – wie NATO-Generalsekretär Stoltenberg – behauptet, dass eine NATO-Übung mit 50.000 Soldatinnen und Soldaten nahe der russischen Grenze rein defensiv und nicht gegen Russland gerichtet wäre, der muss die Realität schon sehr gut ausblenden können. Viel offensichtlicher kann man vermeintliche Abschreckung gegen Russland schon gar nicht mehr zelebrieren“, erklärt Alexander Soranto Neu, für die Fraktion DIE LINKE Obmann im Verteidigungsausschuss, anlässlich des am 25. Oktober startenden NATO-Manövers „Trident Juncture“ in Norwegen. Neu weiter:
„Das NATO-Manöver wird das größte seit Ende des Kalten Krieges sein, und allein Deutschland wird sich mit rund 10.000 Soldatinnen und Soldaten und 4.000 Militärfahrzeugen daran beteiligen. Unter anderem soll getestet werden, wie schnell die NATO-Staaten bei einem bewaffneten Angriff ihre Truppen verlegen könnten. Die gesamte Übung ist eine einzige Provokation und Drohgebärde gegenüber Russland. Es handelt sich nicht nur um verteidigungspolitischen Irrsinn auf Kosten der Steuerzahler, sondern auch um ein gefährliches Spiel mit dem Feuer, denn die russische Seite wird es sich nicht nehmen lassen, im Gegenzug ebenfalls aufzurüsten und Militärmanöver zu starten.
Dabei ist diese Drohgebärde gegenüber Russland völlig unnötig. Der Militärhaushalt der NATO-Staaten ist 14-mal höher als der der Russischen Föderation. Russland hat momentan weder die materiellen noch die finanziellen und auch nicht die personellen Fähigkeiten, um die NATO überhaupt erfolgreich angreifen zu können. Laut Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (BT-Drucksache 19/4758) von mir ist selbst die Bundesregierung der Meinung, dass Russland auch in absehbarer Zeit keine Absicht hat, NATO Staaten anzugreifen. Hinzu kommt, dass NATO und NATO-Mitgliedstaaten in den letzten Jahren nachweislich viermal so viele Manöver gestartet haben wie die Russische Föderation. Der Aggressor ist also definitiv nicht Russland. Trident Juncture ist daher völlig absurd und wird von der russischen Seite als massive Bedrohung wahrgenommen.
Quelle: DIE LINKE. im Bundestag

dazu auch:

Offen für Krieg
Die Bundeswehr hat sich mit Rückendeckung der Politik von seinem grundgesetzlichen Auftrag der Verteidigung verabschiedet und strebt nach Ausweitung sowohl der Waffensysteme als auch der Ausgaben dafür, sie strebt nach Expansion der Einsatzorte und -ziele. Aufrüstung, Interventionen und Kriege sollen wieder zum selbstverständlichen Repertoire der deutschen Politik gehören.
Quelle: Justice Now
Saudi-Arabien – das blutige Geld der Diktatur
Von Marc Friedrich & Matthias Weik / Gastautoren25. October 2018 Aktualisiert: 25. Oktober 2018 22:06
Wir müssen unverzüglich die irrsinnige Aufrüstung der arabischen Halbinsel stoppen, erklären Marc Friedrich & Matthias Weik. Ansonsten brauchen wir uns über die nächste Flüchtlingskrise nicht wundern.
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🙂 „Prime Housing“: Neuer Amazon-Service reduziert Lieferzeit auf null, indem Kunden direkt im Warenlager wohnen
München (Archiv) – Ob Express-Lieferung für Prime-Kunden, stundengenaue Zustellung in Großstädten oder Pläne für den Paketdienst mit Drohnen – der Onlinehändler Amazon will seine Ware stets noch schneller an den Kunden bringen. Nun hat der Konzern ein neues Lieferkonzept präsentiert, das alles andere in den Schatten stellt: Bei „Amazon Prime Housing“ können Kunden gegen eine monatliche Gebühr direkt in einem der Warenlager wohnen – die Lieferzeit beträgt damit praktisch null.
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Wesentliches:

Luzifer, der Lichtbringer, ist kein „Böser“ – außer, dass er böse Gutmenschen schafft:

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