Aktuelles vom 29.3.2018 und: Pestizidbericht und Peter Hauk (CDU): „Das geht die Bevölkerung nichts an“. Und: US-Erfolgsgeschichte Afghanistan – Opiumproduktion auf Allzeithoch

Tagesdosis 27.3.2018 – Kriegspläne gegen Iran und das deutsche Schweigen:

London: Hauptstadt friedensgefährdender Lügen. Von Willy Wimmer.
Der folgende Text von Willy Wimmer enthält einen wichtigen Hinweis. Er verknüpft die heutige Rolle des neuen Sicherheitsberaters des US-Präsidenten, John Bolton bei der Verschärfung des Konfliktes mit Russland mit dessen Rolle auf einer Konferenz in Bratislava im Jahre 2000. Damals hat John Bolton gegen die verabredete Verständigung auf das Konzept der gemeinsamen Sicherheit in Europa einschließlich Russlands votiert und dagegen seine Vorstellung von einer Art Ost-Limes vorgestellt. Sein Ziel war und ist immer noch, Russland aus Europa hinaus zu drängen. Willy Wimmer hatte in einem Brief an den damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder von dieser Konferenz berichtet. Die NachDenkSeiten haben schon mehrmals auf diesen Brief Bezug genommen. So hier zum Beispiel; dort findet sich auch ein Link auf einen heute genauso aktuellen Beitrag von mir „Der Tod kommt aus Amerika und die Bestätigung durch den Chef von STRATFOR“. Albrecht Müller
hier weiter

————————————————————————————-

…ist ja bekannt, dass die Meinung des „Personals“ – sprich Bevölkerung den Regierungskaspern am Allerwertesten vorbeigeht, hier mal ganz unverblümt, admin:

„Das geht die Bevölkerung nichts an“ – Landwirtschaftsminister reagiert „emotional“ auf Pestizidbericht

Der Naturschutzbund (Nabu) stellte vergangene Woche seinen Pestizidbericht für Baden-Württemberg vor. Daraus abgeleitete Folgerungen wies der Landwirtschaftsminister von Baden-Württemberg Peter Hauk (CDU) zurück.
Der Naturschutzbund (Nabu) hat den Pestizidreport für Baden-Württemberg vorgestellt. Der Bericht des Nabu basierte auf öffentlich zugänglichen Daten des Bundesforschungsinstituts beim Landwirtschaftsministerium des Bundes. Die Online-Zeitung „schwäbische“ berichtete.
Demnach würden in Baden-Württemberg jährlich ca. 2300 Tonnen verschiedener Pestizide, unter anderem auch Glyphosat, auf die Felder ausgebracht.
Die Ergebnisse einer schon über Jahrzehnt laufenden Langzeitstudie hatten Wissenschaftler Ende 2017 dazu veranlasst Alarm zu schlagen.
Demnach seien die Pestizide nicht unwesentlich mit Schuld am verbreiteten Insektensterben. Der Nabu forderte jetzt Maßnahmen, um die Menge der eingesetzten Pestizide schnellstmöglich zu reduzieren und eine anonymisierte Erfassung der ausgebrachten Pestizide aller Betriebe, um die Auswirkungen der Pestizide besser beurteilen zu können.
Der Landwirtschaftsminister von Baden-Württemberg Peter Hauk (CDU) reagierte ablehnend, indem er betonte, dass die genauen Auswirkungen von Pestiziden auf das Insektensterben ja noch gar nicht nachgewiesen wären und das Insektensterben auch in Gegenden ohne Landwirtschaft stattfinden würde.
hier weiter

Amerikas Drogenpolitik:
…auf den Punkt gebracht:

Die USA sind dieser Tage wieder um eine großartige Erfolgsgeschichte reicher. Unter ihrem Schutz konnte sich die Drogenproduktion in Afghanistan wiederholt ausweiten und im Jahr 2017 ein neues Allzeithoch bei 9.000 Tonnen Opium erreichen. Die USA profitieren in mehrerlei Hinsicht davon. Einerseits zur Aufbesserung der schwarzen Kassen der CIA, wie auch bei der Steigerung ihrer Drogentoten…

US-Erfolgsgeschichte Afghanistan: Opiumproduktion auf Allzeithoch

Drogen sind nicht nur bei den Süchtigen heiß begehrt. Sie sind eine exquisite Handelsware und infolgedessen bei den „Dealern“ noch beliebter. Um die Jahrtausendwende drohte Afghanistan als Drogenproduzent gänzlich auszufallen. Die Taliban hatten den dortigen Drogenanbau nahezu zum Erliegen gebracht, weil dies mit ihren religiösen Vorstellungen nicht vereinbar war. Erst die militärische Intervention der USA (und Vasallen), nebst intensiviertem, militärischen Schutz der Drogenproduktion, seitens der Armeen der westlichen Wertegemeinschaft, konnte Afghanistan bezüglich dieses Wirtschaftszweiges wieder richtig auf die Beine helfen…
hier weiter

————————————————————————————-

Sojaindustrie: Tausende Hektar Urwald werden für deutsches Fleisch gerodet – und massiver Einsatz von Glyphosat
Der Anbau von Sojabohnen für die deutsche Fleischproduktion zerstört tausende Hektar Urwald in der Grenzregion zwischen Argentinien, Bolivien und Paraguay, dem „Gran Chaco“. Lebensmittelketten kennen das Problem.
hier weiter

dazu:

Klimaschäden, millionenfaches Tierleid oder die sinkende Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt – die Auswirkungen der industriellen Landwirschaft sind gravierend. Nur mit einem hohen Einsatz an Pestiziden und synthetischen Düngemitteln auf den Äckern sowie durch Antibiotika in den Ställen kann diese Art der Landwirtschaft am Laufen gehalten werden…
hier weiter

Asyl für Puigdemont!
Deutschland hat Carles Puigdemont festgenommen und sich damit in den Unabhängigkeitskampf der Katalanen eingemischt. Jetzt müssen wir Position beziehen: Deutschland darf Spaniens politische Justiz nicht unterstützen.

Was geht uns Carles Puigdemont an? Bis Sonntagvormittag lautete die Antwort: nicht sehr viel. Puigdemont ist ein katalanischer Politiker, der mit viel Eifer und wenig Glück für die Unabhängigkeit seiner Region von Spanien kämpft. Er wurde von seinem Volk gewählt und von der spanischen Regierung abgesetzt und verfolgt. Es ist eine spanische Geschichte. Deutschland konnte da nur zu Mäßigung und Vernunft aufrufen.
Aber am Sonntagvormittag haben deutsche Polizisten Carles Puigdemont festgenommen. Damit hat sich Deutschland in den Unabhängigkeitskampf der Katalanen eingemischt. Deutschland darf diesen Mann nicht ausliefern. Er verdient politisches Asyl…
hier weiter

Experten kritisieren massiv geplante bayerische Polizeirechtsreform
Der neue Bundesinnenminister will auf Bundesebene das Polizeirecht verschärfen, nach dem Vorbild Bayerns. Dort wird gerade das Polizeiaufgabengesetz reformiert, womit die bayerische Polizei bislang ungekannte Befugnisse erhalten soll.
Zur geplanten Neuordnung des Polizeirechts wurden am Mittwoch im bayerischen Landtag Experten angehört. Sie verwiesen dabei auf diverse Bestandteile, die vermutlich verfassungswidrig sind. Der Strafrechtsexperte Hartmut Wächtler wies vor dem Innenausschuss darauf hin, dass damit „die größte und umfassendste Kontrollkompetenz“ für eine Polizei in Deutschland seit dem Ende des Nationalsozialismus im Jahr 1945 geschaffen werden würde.
Polizei darf abgehörte Daten ändern
So müsse die Polizei keine konkrete Gefahr mehr nachweisen, um gegen Bürger vorgehen zu können. Das Post- und Telekommunikationsgeheimnis dürfe bereits präventiv bei „drohender Gefahr“ von der Polizei gebrochen werden. Dazu gehörten auch Zugriffe auf den Computer, das Smartphone und die Cloud. Die Daten dürften durchsucht, gespeichert, gelöscht und sogar verändert werden, dazu gehörten auch die Kommunikationsdaten einer E-Mail.
Aber auch technisch noch nicht ausgereifte Befugnisse sollen eingeführt werden:
hier weiter

Samsung startet eine Internetseite, die mit Hypnose „Ihr Gedächtnis auslöschen“ kann (Videos)
Unspoil Me behauptet, dass es eine Fernsehsendung, die Sie sich gerade angesehen haben, „aus dem Gedächtnis auslöschen“ kann, was es Ihnen ermöglicht, sie noch einmal zum ersten Mal anzusehen.
Haben Sie jemals zu sich gesagt: „Ich wünschte, es gäbe eine kommerzielle Internetseite, die mich hypnotisieren könnte, um einen Teil meines Gedächtnisses auszulöschen?“ Wenn ja, was stimmt mit Ihnen nicht? Jedenfalls haben Sie Glück.
Samsungs schwedische Internetseite beinhaltet eine bizarre Funktion namens Unspoil Me – eine 23-minütige Hypnosesitzung, die aus herumschwirrenden Mustern besteht, packender Musik und einem Hypnosetherapeuten, der Ihr Bewusstsein kontrolliert.
Das Ziel besteht darin, Ihr Gehirn dazu veranlasst, Ihre Lieblingssendung im Fernsehen zu vergessen, damit Sie sie wieder ansehen können – als ob es zum ersten Mal wäre.
Nein, das ist kein Witz. Der Firma scheint es ziemlich ernst damit zu sein. Die Sitzung wurde von den zugelassenen Hypnotiseuren Ulf Sandström und Fredrik Praesto geschaffen…
hier weiter

🙂 Was für ein Heuchler! Dieser Mann ist Organspender, will aber nicht sterben
Würzburg (dpo) – Auf den ersten Blick wirkt Guido Weyrich wie ein guter Mensch – immerhin ist der 35-Jährige Organspender. Doch wer genauer hinsieht, muss leider erkennen, dass Weyrich ein Heuchler ist: Denn er weigert sich standhaft, zu sterben.
hier weiter

++++Wesentliches+++

Die Anstalt vom 27. März 2018
Sehenswert – Politsatire mit Max Uthoff und Claus von Wagner
Erneut entlarvt das ZDF-Kabarett die ZDF-„Nachrichten“ als Desinformation und Propaganda
Auch nach der gestrigen Ausgabe der „Anstalt“, mit einer groß­artigen Ensembleleistung rund um das Thema Kriegs­waf­fen­exporte, steht wieder einmal die dröhnende Frage im Raum, ob die Verantwortlichen des ZDF dermaßen intellektuell beschränkt sind, dass sie die himmelschreienden Widersprüche zwischen Desinformation und Pro­pa­ganda in den sogenannten „Nachrichten“ und den im Kabarett prä­sen­tier­ten Fakten (Download; pdf) nicht erkennen oder ob sie diese Widersprüche vorsätzlich ignorieren, weil sie die deutsche Öffentlichkeit ganz bewusst im Sinne der Regierung anlügen:
hier weiter

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*