Aktuelles vom 4.1.2019 und: …immer mehr Digitalisierung „Weil ihr auf eure Handys schaut“

Konfrontationspolitik und Aufrüstung – ein Rückblick
Seit dem 2014 von den USA initiierten Putsch in der Ukraine besteht Kriegsgefahr in Europa, das ist großen Teilen der Bevölkerung überhaupt nicht bewusst. Der Krieg in der Ostukraine kann jederzeit ausufern und sich zu einem Flächenbrand entwickeln, daran hat sich nach dem Regierungswechsel von 2017 in Washington nichts geändert. Denn die „Nebenregierung“ (auch Tiefer Staat oder Deep State) genannt, vertritt andere Interessen als der amtierende Präsident Donald Trump, der während des Wahlkampfes und in seiner Antrittsrede am 20. Januar 2017 versprochen hatte, keine Interventionskriege mehr zu führen und sich mit Russland zu verständigen. […]
Der deutsche Außenminister Maas bedauerte in einer Erklärung vom 21. Oktober 2018 die Entwicklung, die „uns und Europa vor schwierige Fragen“ stelle: „Wir haben Russland in der Vergangenheit bereits mehrfach aufgefordert, die schwerwiegenden Vorwürfe der Verletzung des INF-Vertrags auszuräumen. Bisher hat Russland dies nicht getan. Wir werben auch gegenüber den USA dafür, mögliche Konsequenzen zu bedenken.“
Indem er die Fakten ignoriert, „wirbt“ Maas also um die Gunst der USA, die über verbotene Waffensysteme verfügen, während er Russland „auffordert“, schwerwiegende Vorwürfe auszuräumen. Ein solches Verhalten kennzeichnet die deutsche Außenpolitik schon seit Langem und wirft ein bezeichnendes Licht auf den amtierenden Außenminister, der die Konsequenzen seines Handelns offensichtlich nicht bedenkt. Er und andere westliche Politiker rügen den von Donald Trump am 19. Dezember 2018 angekündigten Abzug der US-Truppen aus Syrien, die dort nach dem Völkerrecht gar nicht sein dürften. Die westliche Politik wird nach wie vor von Aggression und Aufrüstung bestimmt…
Quelle: Wolfgang Bittner auf KenFm

Altenpflege: Geld verdienen mit Pflege
Noch nie haben so viele Investoren Pflegeheime gekauft wie heute. Gerade für ausländische Geldgeber sind sie verlässliche Investments. Leidet die Pflege darunter?
Bis zum Jahr 2008 war Alloheim eine kleine Pflegeheimkette, gegründet in Bad Marienberg, einem Kurort im Westerwald. 13 Altenheime gehörten zu dem Unternehmen. Dann entdeckt der britische Private-Equity-Investor StarCapital die Firma, er sieht im deutschen Pflegemarkt eine “attraktive Investmentmöglichkeit”. Jetzt geht es nicht mehr nur um Altenpflege, es geht ums Wachstum. StarCapital kauft weitere Heime, standardisiert die Abläufe.
Nach fünf Jahren verkaufen die Londoner die Alloheim-Kette mit mittlerweile 49 Häusern für 180 Millionen Euro an die New Yorker Beteiligungsgesellschaft Carlyle. Auch die möchte Expansion – und baut Alloheim zu einem Pflegekonzern mit mehr als 160 Häusern aus. Ende 2017 streichen die New Yorker durch den Verkauf von Alloheim an den schwedischen Investor Nordic Capital 1,1 Milliarden Euro ein. Und Nordic? Kauft den Kölner Pflegeheimbetreiber CMS mit 23 Einrichtungen. Inzwischen ist Alloheim nicht mehr eine kleine GmbH, sondern eine europäische Aktiengesellschaft. Und mit künftig mehr als 195 Einrichtungen der zweitgrößte Alten- und Pflegeheimbetreiber in Deutschland.
Der Fall Alloheim zeigt: Finanzinvestoren haben Alten- und Pflegeheime als Investment entdeckt. Noch nie mischten in Deutschland so viele Finanzinvestoren in der Branche mit wie in diesem Jahr.
Quelle: Zeit Online

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„Weil ihr auf eure Handys schaut“
Zum Schuljahresbeginn wird auch im Land die Gretchenfrage gestellt: „Wie hast du’s mit dem Digitalen?“ Immer mehr WissenschaftlerInnen warnen davor, Wissen über den Zugriff aufs Netz mit tatsächlichem Wissen zu verwechseln und den Umgang mit dem Handy zur Kulturtechnik zu stilisieren…
…“Während andere mit ihren verkabelten Klassenzimmern prahlen, bietet die Schule in Los Altos einen schlichten Retro-Look-Tafeln mit bunter Kreide, Bücherregale mit Enzyklopädien, Holzschreibtische mit Arbeitsmappen und Stifte Nr. 2.“, staunte die „New York Times“ schon vor Jahren. Inzwischen ist die „School of the Peninsula“ ein vielfach gerühmtes Modell, die sich als eine von weltweit rund 1200 Waldorf-Schulen versteht. „Die Idee, dass eine App auf einem iPad meine Kinder besser Lesen oder Arithmetik lehren kann, ist lächerlich“, lautet der ins Grundsätzliche gehende Kommentar eines Vaters aus der Kommunikationsabteilung von Google.
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s. dazu auch:

Digitalisierung an Deutschlands Schulen – Milliarden für das Ende der Kreidezeit. Oder: wie produziert man leicht steuerbares Humankapital…
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Trittin verteidigt Nord Stream 2: “Die Amerikaner wollen Russland wirtschaftlich totrüsten”
Die USA erhöhen den Druck auf Deutschland, den Pipelinebau von Nord Stream 2 zu stoppen. Ex-Umweltminister Jürgen Trittin erklärt, warum es gute Gründe für Berlin gibt, sich Washington zu widersetzen. […]
SPIEGEL ONLINE: Würde ein Energieboykott durch Europa Russlands herrschendes Regime nicht stark treffen?
Trittin: Das gesamte wirtschaftliche und politische System Russlands beruht auf dem Export fossiler Rohstoffe. Je nach Schätzung werden bis zu zwei Drittel des Staatshaushalts so finanziert. Die Idee, der Russe würde aus Jux und Dollerei eben mal den Gashahn zudrehen ist deshalb absurd: Der Kreml würde sich vorsätzlich selbst schädigen. Das hat nicht einmal die Sowjetunion im Kalten Krieg getan.
SPIEGEL ONLINE: Die USA führen den Widerstand gegen die Pipeline an. Der amerikanische Botschafter in Berlin, Richard Grenell, hat die Bundesregierung aufgefordert, endlich ihre Unterstützung für Nord Stream 2 einzustellen.
Trittin: Ich weiß gar nicht, warum man diese Debatten um Pipelines alle paar Jahrzehnte immer wieder mit den gleichen schlechten Argumenten führen muss. Grenell verteidigt nun ja die Transitroute durch die Ukraine. Als die aber gebaut wurde, hat der damalige US-Präsident Ronald Reagan dagegen heftig opponiert. Sein damaliger Botschafter in Berlin, Richard Burt, war da auch extrem hinterher. Der Bau musste von der Deutschen Bank deshalb in einer Spezialgesellschaft in Luxemburg getarnt werden, damit das noch finanziert werden konnte. Der Witz daran: Der damalige Botschafter Burt ist heute Lobbyist für Nord Stream 2 – und bekommt von US-Seite die gleichen Argumente zu hören, die er selbst vor Jahrzehnten auch vorgetragen hat.
Quelle: Spiegel Online

Sputnik-Schock bei Hyperschallraketen?
Schnelligkeit ist in der Militärtechnologie seit je her ein entscheidender Faktor. Auch bei Raketen. Um sie schneller zu machen, forscht und bastelt man bereits seit den frühen 1960er Jahren an so genannten „Scramjet“-Hyperturbinen, die Geschwindigkeiten von mehr als 29.000 Stundenkilometern ermöglichen. Russland sieht solche Zusatzantriebe bereits als serienreif an und ließ am 26. Dezember eine Avangard-Rakete mit 27-facher Schallgeschwindigkeit in einer Plasmawolke fliegen.
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VERANSTALTUNGSTIPPS/Stuttgart:
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🙂 Sensoren an Pissoirs in Wahrheit Kameras, über die geschultes Spülpersonal zuschaut
Düsseldorf (dpo) – Selbstspülende Pissoirs gehören heute bei den meisten öffentlichen Toilettenanlagen zum Standard. Doch eine Recherche des Postillon zeigt nun: Hinter den vermeintlich automatischen Sensoren stecken in Wirklichkeit Kameras, über die geschultes Personal zuschaut, um im richtigen Moment die Spülung auszulösen.
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