Aktuelles vom 5.7.2018 und: Der Mörder-Staat

Das Meinungsmonopol
Wie objektiv sind Medien in privater Hand? Ein Beitrag von Benjamin Ferschli, Daniel Grabner und Hendrik Theine.
Journalisten dürfen hierzulande schreiben, was sie wollen. Nur wenn sie darüber hinaus auch die Absicht haben, ihre Artikel zu veröffentlichen, wird es schwierig. Dann müssen sie an Torhütern vorbei, meist Chefredakteuren und Medienbesitzern, die ihre Werke nicht nur schreibhandwerklich, sondern auch weltanschaulich vorselektieren. Was bedeutet es für die viel beschworene Meinungsvielfalt, wenn Medien in Deutschland zunehmend in den Händen weniger, meist stramm neoliberal ausgerichteter Großunternehmen sind?
Unter dem Arbeitstitel Pravda – die Wahrheit – räsonierte Elon Musk kürzlich über seine neueste Idee: eine Online-Plattform, die es ermöglicht, kritisch die Glaubwürdigkeit von Artikeln, JournalistInnen oder gar ganzer Medien auszuleuchten. Ein eigenwilliger Ansatz gegen Fake-News – vor allem Fake-News, die es zufälligerweise wagen, Marken wie Tesla in Verruf zu bringen.
Ähnliche Fälle finden sich auch diesseits des Atlantiks: Dietrich Mateschitz, Red-Bull-Gründer und wohl der reichste Österreicher, etwa monierte in einem für Aufregung sorgenden Interview öffentliche „Meinungsdiktate“ und gründete kurzerhand die, laut Eigenverständnis unabhängige, Rechercheplattform Quo vadis veritas – Wohin gehst du, Wahrheit?
Solche Nachrichten erregen natürlich Aufsehen…
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…dazu auch:

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Der Mörder-Staat
Staatsterroristische Mordoperationen dienen als Mittel der asymmetrischen Kriegsführung.
Töten ist in allen Kulturen das schlimmstmögliche Verbrechen. Wird ein Mensch ermordet, setzt sich ein gewaltiger Justizapparat in Bewegung. Selbst in den menschenrechtsfernen USA setzt die Exekution der Todesstrafe einen langwierigen Prozess voraus. Nicht so, wenn die Mörder hochrangige Politiker sind und wenn sie im Namen des Fetischs „Nationale Sicherheit“ agieren. Da wird schnell mal hinter verschlossenen Türen über ein Menschenleben entschieden, und auf einen Kollateraltoten mehr oder weniger kommt es nicht. Keiner wird die Täter jemals zur Rechenschaft ziehen. Und deutsche Militärs leisten bei solchen völkerrechtswidrigen Verbrechen Schützenhilfe.
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Im Krieg gegen uns selbst – amerikanische Außenpolitik und ihre Folgen im eigenen Land
Der US-Journalist Will Porter stellt fest, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen der Waffengewalt und Suizidrate in den Vereinigten Staaten und der aggressiven amerikanischen Außenpolitik gibt. Josefa Zimmermann hat den Artikel, der im Original auf Consortiumnews erschienen ist, für die NachDenkSeiten ins Deutsche übersetzt.
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…dazu auf den Punkt gebracht:

Amerikaner bringen sich massenhafter denn je um
Die USA gelten nicht umsonst als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Eine dieser unendlichen Optionen ist der Tod und der wird von Jahr zu Jahr beliebter unter den US-Bürgern. In anderen Bereichen feiern die Amis den sogenannten Hinrichtungsnotstand, weil es ihnen immer weniger gelingt, die zahlreich gestapelten Todeskandidaten über die Klinge springen zu lassen. Um nun aber die „Death-Rate“ in den Staaten nicht einknicken zu lassen, finden sich offenbar immer mehr Freiwillige, die sich dafür das Ableben selbst besorgen….
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So gefährlich sind Visitenkarten im Maas- und Merkel-Deutschland…
Vor kurzem haben wir im sogenannten „Mainstream“, der gar nicht immer Mainstream sein muss, einen feinen Kommentar gefunden, der das Problem der DSGVO, der Datenschutz-Grundverordnung auf den Punkt brachte. Visitenkarten – bloß nicht entgegennehmen, lautete der Tenor in „Focus-Money“, der Ausgabe 24/2018, um genau zu sein. Die DSGVO verbietet es im Kern, Daten zu speichern, ohne den Eigentümern dieser Daten Auskunft über die Verwendung zu geben und die Lösung jederzeit zu ermöglichen…
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…dazu auf den Punkt gebracht:

Wegen DSGVO: NSA bittet alle Europäer um Einwilligung für geheime Datenspionage
Fort Meade, Brüssel (dpo) – Wegen der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) will der US-amerikanische Geheimdienst NSA alle EU-Bürger schriftlich um eine Einwilligung zur Erhebung ihrer privaten Daten bitten. Damit sollen alle amerikanischen Spionagetätigkeiten in Europa auf eine juristisch einwandfreie Grundlage gestellt werden.
„In den kommenden Tagen werden alle Europäer eine Pop-Up-Nachricht von uns auf ihren Smartphones, Tablets und Rechnern erhalten“, so ein Sprecher der NSA. Um die Benachrichtung zu entfernen, muss man der Datenerhebung mit einem Klick auf „Ok“ zustimmen (Opt-In-Verfahren)…
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+++WESENTLICHES+++

Naturformen. Lernen, elementare Kräfte bildhaft wirklichkeitsgemäß zu erfassen
R.Steiner, GA 220 S.122-124

Fisch+Vogel

„Nehmen wir zum Beispiel an, der heutige Mensch läßt sich einen Fisch auf den Tisch legen, er läßt sich einen Vogel in einen Käfig sperren, und er sieht äußerlich mit seinen Sinnen den Fisch an, er sieht äußerlich mit seinen Sinnen den Vogel an. Aber er ist so egoistisch in seiner Erkenntnis, daß er bei dem stehenbleibt, was unmittelbar daran haftet.

Unegoistisch in der Erkenntnis wird man erst, wenn man nicht nur den Fisch im Wasser sieht und den Vogel in der Luft, sondern wenn man es schon der Form des Fisches und der Form des Vogels ansieht, daß der Fisch ein Tier aus dem Wasser und durch das Wasser ist, der Vogel ein Tier aus der Luft und durch die Luft. Man stelle sich einmal vor, daß man ein fließendes Wasser nicht bloß mit dem Verstande des Chemikers betrachtet und sagt: Nun ja, das ist eine chemische Verbindung, von Wasserstoff und Sauerstoff … – sondern daß man das Wasser, wie es nun in der Realität ist, anschaut. Dann findet man vielleicht darinnen Fische; man findet diese Fische so, daß sie eine weiche Leibessubstanz in merkwürdige Atmungsgebilde nach vornehm ausbilden, und daß diese umgibt das wegen des Wassers weichbleibende Knochengerüst mit [samt] einem, ich möchte sagen, zarten Kiefer – einen Kiefer, über den sich die Körpersubstanz hinüberlegt. Diese Körpersubstanz kann einem erscheinen gleichsam unmittelbar hervorgehend aus dem Wasser, allerdings aus dem Wasser, in das die Sonnenstrahlen hineinfallen. Hat man einen Sinn dafür, daß die Sonnenstrahlen in dieses Wasser hineinfallen, es durchleuchten und erwärmen und der Fisch diesem durchleuchteten und erwärmten Wasser entgegenschwimmt, dann bekommt man ein Gefühl dafür, wie diese durch das Wasser gemilderte Sonnenwärme, wie das durch das Wasser in sich erglänzende Sonnenlicht einem entgegenkommt.

Indem mir der Fisch sozusagen entgegenschwimmt, er seine Zähne, wenn ich mich so ausdrücken darf, entgegenträgt, aber dieses durchleuchtet-durchwärmte Wasser die weiche Fischkörpersubstanz mit dem Atmungsrhythmus über die Kiefer hinüberlegt, indem der Fisch mit der eigentümlichen Art seiner Kopfbildung mir entgegenhält seine überzogenen Kiefer, fühle ich, wie mir mit diesem Fische das durchleuchtete und durchwärmte Wasser entgegenkommt. Und ich fühle dann, wie auf der andern Seite in der Flossenbildung etwas anderes tätig ist. Ich lerne dadurch – ich will das heute nur andeuten – allmählich fühlen, wie da in der Schwanzflosse, in den andern Flossen das abgeschwächte Licht ist, das so abgeschwächte Licht, daß es nicht mehr die Körpersubstanz bezwingt zum Weichwerden, wie es da verhärtend wirkt. Ich lerne so allmählich in dem, was mir der Fisch entgegenbringt, in seinem Haupte das Sonnenhafte kennen, ich lerne so in den verhärteten Flossenbildungen das Mondartige erkennen, wie es zurückstrahlt, kurz, ich werde imstande sein, den Fisch hineinzustellen in das ganze Wasserelement.

Und ich schaue den Vogel an, der nicht die Möglichkeit hat, seinen Kopf im Wasser auszubilden, indem er dem sonnendurch-wärmten, sonnendurchleuchteten Wasser entgegenschwimmt, oder mit dem sonnendurchwärmten, sonnendurchleuchteten Wasser schwimmt; den Vogel, der auf die Luft angewiesen ist. Ich lerne kennen das Anstrengende, das nun in seinem Atmen liegt, wo nicht das Wasser, das die Atmung unterstützt, auf Kiemen wirken kann, sondern wo die Atmung zu einer Anstrengung wird. Ich lerne erkennen, wie in anderer Weise das Durchwärmen der Sonne, das Durchleuchten der Sonne in der Luft wirkt, und ich werde gewahr, wie vom Vogelkiefer zurückgedrängt wird die Vogelsubstanz. Ich erkenne, wie es beim Vogel etwa so ist, wie wenn ich alles Fleisch, das an den Zähnen liegt, zurückdrängen würde und der Kiefer nach vorne verhärtet gehen würde. Ich lerne erkennen, warum mir der Vogel seinen Schnabel entgegenstreckt, während mir beim Fisch in zarterer Weise der Kiefer in Körpersubstanz hingehalten ist. Ich lerne erkennen, wie der Vogelkopf ein Geschöpf der Luft ist, aber der Luft eben, die durch die Sonne innerlich erglüht, erleuchtet wird. Ich lerne erkennen, was für ein gewaltiger Unterschied ist zwischen dem durchwärmten und durchleuchteten Wasser, das fischschöpferisch ist, und der durchwärmten und durchleuchteten Luft, die vogelschaffend ist. Ich lerne verstehen, wie durch diesen Unterschied das ganze Element, in dem der Vogel lebt, ein anderes wird; wie die Fischflosse durch das Wasserelement ihre einfache Strahlung bekommt, wie die Vogelfedern ihre Ansätze bekommen dadurch, daß da in einer bestimmten Weise hineinwirkt die Luft, in der Sonnenlicht und Sonnenwärme wirken.

Wenn ich in dieser Weise von der bloßen groben Anschauung zu einer solchen Auffassung übergehe, daß ich nicht zu faul bin, wenn der Fisch auf den Tisch kommt, das Wasser mitzusehen, und wenn der Vogel im Käfig ist, die Luft mitzusehen, wenn ich mich nicht darauf beschränke, die Luft um den Vogel herum nur dann zu sehen, wenn er in der Luft fliegt, sondern wenn ich seiner Form das Luftbildende anfühle und anschaue, dann belebt sich, dann durchgeistigt sich mir dasjenige, was schon in den Formen lebt. Und ich lerne auf diese Weise unterscheiden, was für ein Unterschied ist im Miterleben in der äußeren Natur zwischen einem Dickhäuter, einem Nilpferd meinetwillen, und einem mit weicher Haut überzogenen Tier, einem Schwein zum Beispiel. Ich lerne erkennen, daß das Nilpferd dazu veranlagt ist, seine Haut mehr dem unmittelbaren Sonnenlichte auszusetzen, das Schwein fortwährend seine Haut zurückzieht vor dem unmittelbaren Sonnenlichte, mehr eine Vorliebe hat für das, was sich dem Sonnenlichte entzieht. Kurz, ich lerne in jedem einzelnen Wesen das Walten der Natur kennen.

Ich gehe hinaus von den einzelnen Tieren zu den Elementen. Ich verlasse den Pfad des Chemikers, der da sagt, das Wasser besteht aus zwei Atomen Wasserstoff, einem Atom Sauerstoff. Ich verlasse das physikalische Betrachten, das da sagt, die Luft besteht aus Sauerstoff und Stickstoff. Ich gehe zu dem konkreten Anschauen über. Ich sehe das Wasser erfüllt von Fischen. Ich sehe die Verwandtschaft zwischen Wasser und Fisch. Ich sage: Das ist ja doch etwas ganz Ausgefallenes, wenn ich nur das Wasser in seiner Abstraktheit anspreche als Wasserstoff und Sauerstoff. In Wirklichkeit ist das Wasser mit Sonne und Mond zusammen fischschaffend, und durch die Fische spricht die elementare Natur des Wassers zu meiner Seele. Es ist bloß eine Abstraktion, wenn ich die Luft anspreche als ein Gemisch von Sauerstoff und Stickstoff, die durchleuchtete und durchwärmte Luft, die das Fleisch vom Vogelschnabel zurückschiebt und die am Fisch und am Vogel die Atmungsorgane in einer besonderen Art gestaltet. Diese Elemente sprechen mir durch Fisch und Vogel ihre besondere Eigentümlichkeit aus. Denken Sie sich, wie alles innerlich auf diese Weise reich wird, und wie alles innerlich verarmt wird, wenn man nur auf materielle Art von der Natur, die uns umgibt, spricht.

Ja, sehen Sie, zu dem, was ich jetzt eben beschrieben habe, gibt überall Veranlassung dasjenige, was uns in anthroposophischer Geisteswissenschaft entgegentritt. Denn das, was uns in anthroposophischer Geisteswissenschaft entgegentritt, will nicht in derselben Weise hingenommen werden wie die Zivilisationsprodukte der Gegenwart, sondern es will Anregung sein zu einem besonderen Anschauen der Welt. (R.Steiner, GA 220 S.122-124)

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