Aktuelles vom 7.11.2018 und: Internet – Schöne neue Überwachungswelt durch eine Massenvernichtungswaffe

Der wahre Grund des Jemen-Kriegs?
Was steckt wirklich hinter diesem Krieg? Zu welchem Sinn und Zweck wird er geführt? Um welche Interessen geht es bei diesem Völkermord? Und um die Interessen von wem?
Einen Kollateralnutzen hat der Kashoggi-Mord immerhin: Auch der Völkermord im Jemen findet nunmehr eine etwas größere Aufmerksamkeit. Sogar die spezielle Art dieses Verbrechens gegen die Menschlichkeit wird nicht länger prinzipiell verschwiegen. Wer sich für diesen Krieg interessiert, der kann sich zum Beispiel anhand zweier breit angelegter Artikel in der NYT vom 20. und 26.10.2018 recht gut informieren.
Die primär von den USA gelieferten und mit-gelenkten Präzisionswaffen der Saudis treffen in unverhältnismäßig hohem Maße die Zivilbevölkerung; die Zerstörung der Produktion und der Lieferwege der für ein Überleben notwendigen Nahrungsmittel führen, wie die UN es ausdrückt, zur „größten humanitären Katastrophe unserer Zeit“;
und die Waffen der eher unsichtbaren ökonomischen Kriegsführung sind nicht weniger mörderisch: Die von Sanaa nach Aden verlegte Zentralbank des Jemen druckt auf Anordnung der Saudis so viel Geld, dass für die Ärmeren auch das letzte Minimum des Ersparten so gut wie nichts mehr wert ist. Selbst wenn es noch Nahrung zu kaufen gäbe, der Großteil der Bevölkerung in den von den Huthis regierten Gebieten des Nordens inklusive der alten Hauptstadt Sanaa – und in denen leben circa 80 % der jemenitischen Gesamtbevölkerung – kann sich den Kauf von Nahrung nicht mehr leisten. Millionen Jemeniten (Menschen) sind vom Hungertod bedroht. Kinder sterben wie die Fliegen. Der Krieg gegen den Jemen, und das hört man in dieser Deutlichkeit dank des Kashoggi-Mordes nun erstmals sogar bei uns, ist auch „a war on the economy“ (a.a.O.).
Beide Aspekte machen diese Art der Kriegsführung nach allen geläufigen Kriterien zu klaren Kriegsverbrechen. Die Größenordnung dieser Verbrechen schreit zum Himmel. Wo bleibt also der Ruf nach einer Humanitären Intervention? Wenn sich solche Interventionen überhaupt rechtfertigen lassen sollten – wo klarer denn hier?
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US-Militär in Polen: Streit ist vorprogrammiert
Die USA sind mit ihren Streitkräften bereits in Polen präsent. Doch die polnische Regierung will mehr. Sie arbeitet intensiv daran, die USA von einer dauerhaften Stationierung in ihrem Land zu überzeugen. Die Pläne würden jedoch gegen eine Abmachung zwischen der NATO und Russland verstoßen.
Der polnische Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak kam gestern hoch zufrieden aus den USA zurück. Blaszczak war schon zum vierten Mal in Washington – in weniger als einem Jahr. Diesmal hatte er sich vor allem mit John Bolton getroffen, dem Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump:
„Wir haben über die Möglichkeit gesprochen, einen US-Militärstützpunkt in Polen einzurichten. Wir wollen, dass US-Militär in Polen stationiert wird und so unserem Land und der ganzen östlichen Nato-Flanke Sicherheit garantiert. Ich habe in den USA gehört, dass es Unterstützung gibt für das Projekt. Die Einzelheiten werden in einer polnisch-amerikanischen Arbeitsgruppe besprechen, damit beide Seiten zufrieden sind.“
Quelle: Deutschlandfunk

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Internet: Schöne neue Überwachungswelt durch eine Massenvernichtungswaffe

Jeder hat schon davon gehört, aber die Allermeisten wissen gar nicht so richtig, was es ist: Das „Internet of Things“, kurz: IoT. Vielleicht so eine Art Super-Amazon-Laden, wo man alle Dinge kaufen kann? Nein.
Es ist die nächste Stufe des Internets. Das bisher bekannte Internet ist ein elektronisches Netz, über das menschliche Benutzer miteinander kommunizieren, E-Mails oder andere Informations- und Kommunikationsdienste nutzen – Services wie eben Amazon benutzen, um einzukaufen.
In der Industrie gibt es allerdings schon so eine Art Vorstufe zum IoT, wenn maschinelle oder elektronische Anlagen aller Art über Internet miteinander verbunden sind und ein Datenaustausch von Maschinen oder Netzen untereinander stattfindet, um Vorgänge automatisch zu steuern.
Diese Vorgänge werden aber immer noch vom Menschen initiiert und programmiert und bleiben innerhalb des Firmennetzes. Von Niki Vogt.
Das Internet of Things
Beim IoT oder Wireless Internet of Things (WioT) läuft das ein bisschen anders. Dort kommunizieren auch noch Dinge miteinander, ohne dass sie darauf jeweils einzeln programmiert werden. Sogenannte Smart Objects (wie Handys, smarte Kühlschränke, das Auto oder der Fernseher) oder die Kommunikation von Maschine zu Maschine (M2M), was vor allem für die Industrie interessant ist.
Die Einsatzgebiete dafür sind endlos groß. Das IoT besteht – grob gesagt – aus Gegenständen, die durch den Einbau von Mikrochips „smart“ werden und sich so direkt und über das Internet mit anderen Gegenständen und Computern, jedoch ohne menschlichen Eingriff, untereinander koordinieren können. Jedes smarte Objekt erhält dabei eine eindeutige Kennung, über die es im Netzwerk identifiziert werden kann.
Der smarte Kühlschrank beispielsweise kann feststellen, was ihm alles an normalerweise vorhandenen Lebensmitteln fehlt und das Fehlende über IoT beim Lieferanten bestellen, wo seine Bestellung ebenfalls von einem smarten Verwaltungssystem für Bestellungen aufgenommen und an den smarten Roboter übermittelt wird, der die Lagereinheiten abfährt, die ihm vorher signalisiert haben, wieviel wovon vorhanden ist und wo es liegt.
Der Roboter packt alles zusammen, und da die Bestellung die Identitätskennung des bestellenden Haushaltes hat, wird das Ganze ratzfatz versandt an die Bestelladresse. Der Kühlschrank weiß, wann die Lieferung kommen wird und kann den Bewohnern, die abends essen wollen, Rezeptvorschläge machen, was aus dem Vorhandenen zubereitet werden kann und fragt per Spracherkennung ab, ob es für die nächsten Tage besondere Essenswünsche gibt, sodass er ein Rezept aus dem Internet dafür aussuchen kann und entsprechend Lebensmittel ordert.

Ein bisschen IoT haben heute schon einige supermodern ausgestattete Häuser. Der Bewohner kann mittels Smartphone über Internet steuern, ob die Heizung hochgefahren werden soll, damit es um Punkt 19:00 Uhr abends, wenn er nach Hause kommt, auch genau 21°C in der Bude hat, welche Lichter angeschaltet werden sollen und welche Musik die Anlage bei seinem Eintreffen spielt und in welcher Lautstärke.
In Zukunft kann er vielleicht den Gefrier-Backofen instruieren, das Gericht, was darin gefroren auf sein Auftauen wartet, genau bis um 19:15 Uhr verzehrfertig erwärmt zu bekommen (BigBrother Award 2018 für Smart City: Überwachungsstruktur mit 5G- und WLAN-Technologie (Video)).
Das „Alles-Netz“ – wo alles mit allem verbunden und überwacht wird
Kurz: Im IoT ist jedes Ding mit einem Code erkennbar und über Netz miteinander verbunden. Ein Lichtschalter genauso, wie die Autos untereinander (Car2Car Communication) oder Car2Infrastructure, also Verkehrsmeldungen empfangen sowie Überprüfung aller Parameter des Autos an den Hersteller und eine Datenbank, die im Falle auftretender Störungen am Auto sofort die nächste Werkstatt informiert und den Fahrer benachrichtigt, welche Störung entdeckt worden ist und wie er jetzt fahren muß, um zur nächsten Werkstatt zu kommen, wo man bereits auf ihn wartet.
Bis zum Jahr 2020 bereits sollen mehr als 30 Milliarden Geräte aller Art miteinander vernetzt sein, und fast alle werden remote gesteuert.
Natürlich ist das auch die absolute Totalüberwachung. Privatsphäre war vorgestern…
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dazu auch:
Die totale Überwachung

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Was sind eigentlich Schattenbanken – und wie gefährlich sind sie?
Der Einfluss von Schattenbanken wie BlackRock ist seit der Finanzkrise massiv gewachsen. Doch wie funktionieren sie, warum sind sie in den Fokus gerückt und welche Gefahren sind mit ihnen verbunden?
Seit Ausbruch der Finanzkrise 2007 sind Schattenbanken ein fester Begriff im globalen Finanzsystem. Klar ist, dass der Sektor weiterhin wächst und eine zunehmend gewichtige Rolle im globalen Finanzsystem einnimmt. Doch was sind Schattenbanken eigentlich genau? Wie funktionieren sie, warum sind sie in den Fokus gerückt und welche Gefahren sind mit ihnen verbunden?
Die Verwirrung fängt schon mit dem Begriff an: Schattenbanken sind weder illegale Organisationen der Schattenwirtschaft, noch sind sie Banken.
Begründet wurde der Begriff 2007 vom US-Ökonomen Paul McCulley in einer Rede beim jährlichen Financial Symposium in Jackson Hole. McCulley bezeichnete mit dem Begriff die Emittenten hypothekenbesicherter Wertpapiere (Mortgage-Backed Securities, MBS), die entscheidenden Anteil an der Entstehung der amerikanischen Hypothekenblase und damit der Finanzkrise von 2008 hatten. Die Bezeichnung blieb seitdem dieselbe, allerdings hat sich die Definition des Sektors seither über diese Emittenten hinaus geweitet. Was sind Schattenbanken also heute?
Quelle: Makronomdazu: Rothschild, Lazard & Co: Wie mischen diese elitären Investmentbanken in der Politik mit?
In seinem neuen Buch „Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts“ untersucht Werner Rügemer die heute bestimmenden Kapitalakteure des kapitalistischen Westens. Dazu zählt neben BlackRock & Co, Blackstone & Co usw. auch die etwas lichtscheue Branche der elitären Investmentbanken. Sie sind der Öffentlichkeit kaum bekannt, aber einflussreich: Lazard, Rothschild, Schroders, Perella Weinberg sind gegenwärtig die größten. Auch sie bekamen nach der letzten Finanzkrise weiteren Auftrieb. Sie konzentrieren sich auf den Umbau von Unternehmen und Staaten und mehren dabei auf ihre Weise die Selbstbereicherung und die Macht der transnationalen kapitalistischen Klasse. Dazu ein Auszug aus Rügemers Buch.
Quelle

Britische Geheimdienste wussten von saudischen Plänen gegen Khashoggi
Laut der britischen Zeitung „Express“ waren Geheimdienste der Insel über das Vorgehen Saudi-Arabiens gegen den ermordeten Journalisten Jamal Khashoggi unterrichtet. Khashoggi soll geplant haben, Details über den Einsatz von Chemiewaffen im Jemen zu veröffentlichen.
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Grüne: „UN-Migrationspakt sofort umsetzen“
Der UN-Migrationspakt, der nichts anderes ist als ein mehr oder weniger verstecktes Umsiedelungsprogramm für Wirtschafts- und Armutsflüchtlinge aus der Dritten Welt vornehmlich nach Europa, soll bekanntlich am 11. Dezember von den Ländern, die diesem „Pakt“ beitreten wollen, unterzeichnet werden. Bei Umsetzung dieses Regelwerkes kann praktisch jeder Mensch einwandern wann und wo er will, ohne sich, wie bisher, als „Flüchtling“ tarnen zu müssen.
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Aufstehen ist auf der Straße! Ab dem 9. November geht es weiter
Am Samstag hieß es überall in Deutschland: Aufstehen für „Würde statt Waffen“, aufstehen für „Abrüstung statt Aufrüstung“.
Ob in Köln, wo unsere Aufstehen-Initiatorin Sevim Dagdelen auftrat, in Leipzig oder Hamburg, ob in München, Rostock oder Berlin, ob in Duisburg oder Coesfeld – überall gingen Anhänger unserer Sammlungsbewegung auf die Straße, um sich gegen die Aufstockung des Wehr-Etats für 2019 um fast viereinhalb Milliarden Euro auszusprechen. Ganz herzlichen Dank an alle, die hier mitgemacht haben! Das ist euer Erfolg!
Auch die Presse hat breitflächig über eure Aktionen berichtet. Bitte finde eine kleine Auswahl an Medienberichten hier:
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🙂 Vorbild Bahn: Flugzeuge werden mit Notbremse ausgestattet
Braunschweig (dpo) – Flugzeuge, die in Deutschland starten und landen, müssen künftig mit einer Notbremse ausgestattet sein. Das gab das Luftfahrt-Bundesamt in Braunschweig heute bekannt. Experten hatten zuvor jahrelang gedrängt, das in Zügen bereits mit großem Erfolg eingesetzte Konzept endlich für den Flugverkehr zu übernehmen.
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