Das Prinzip Heilung. Erkrankt ein Mensch, ist immer das geistige Wesen einer Substanz betroffen…

Prinzip Heilung
von Klaus Binding
Wenn Samuel Hahnemann (1755-1843) in seinem Grundlagen-Buch „Organon der Heilkunst“, davon spricht „Menschen gesund zu machen“, sei die „höchste und einzige“ Aufgabe des Arztes, so ist das eine sehr bewusst gewählte Formulierung! Menschen zu heilen ist das tiefste Fundament der Homöopathie. Dass Hahnemann später im Organon von Krankheiten spricht, statt fortlaufend von kranken Menschen, dient der leichteren Verständigung, ist exoterische Arbeitssprache.
Hahnemanns Menschenbild war eindeutig. Der Mensch ist ein geistiges Wesen, und sein Körper Werkzeug, um seinem „innewohnenden, vernünftigen Geist (der eigentliche Mensch), zum Zwecke seines „höheren Daseins“ ( individueller Lebenssinn), zu dienen (§ 9, Organon). Deshalb die deutliche Betonung der geist-seelischen Symptome (Verstand und Gefühl).
Die körperlichen Signale sind Spiegelungen des höheren Menschen auf der materiellen Ebene, Krankheit ist immer Störung auf der nicht-materiellen Ebene ( Hahnemann nennt sie dynamisch).
Homöopathie setzt das Verständnis voraus, dass alles, die gesamte materielle Welt, eine Verwandtschaft zum Menschen hat. „Herausgeboren aus der Mutter Erde ist der Mensch. Was heute abgeschlossen ist im Menschen durch seine Haut, ist hineingezogen in ihn aus der ganzen Erde.“ (Rudolf Steiner, 1908)
Deshalb kann auch jede Substanz auf der Erde zum Heilmittel werden ( nach Erforschung ihrer symptomen-erzeugenden Kraft durch Arzneimittelprüfung). Der Mensch ist praktisch aus allen Erscheinungsformen dieser Welt zusammengesetzt… Mineralien, Pflanzen, Tiere, der Mikrokosmos, wie Paracelsus ihn nennt.
Die Erscheinungsformen (alle Dinge der Welt) sind die materiellen Träger der geistig-schöpferischen Prinzipien dahinter, wie auch
hochpotenzierte Arzneien Träger des Prinzips, der Idee, der Arzneisubstanz sind. (Hochpotenzen: ab D23, C12, Q3-4)
Erkrankt ein Mensch ist immer das geistige Wesen einer Substanz betroffen. Das Wesen stürzt in die Materialität und erzeugt Körpersymptome. ( Fritsche sagte, das Prinzip wird dumm) Jedes Arzneiwesen erzeugt eine ganz individuelle Gesamtheit an Symptomen. Krankheit ist einfach gedacht nichts anderes als das Erzeugen von Signalen (Symptomen) eines bestimmten geistigen Prinzips im Menschen, durch ganz spezifische Zeichen. Jedes Kranksein entspricht dem spezifischen Hilferuf einer Substanz im Organismus des Erkrankten. „Hunger nach dem Simile“, nannte das der Berliner homöopathische Arzt Paul Dahlke. Beim Krankwerden fehlt das geistige Prinzip im Menschen, ist im Körper Symptom geworden, kann aber als geistige Arznei, als geistiges Wesen, von außen ersetzt werden. Die alte Arztfrage lautet: Was FEHLT dir ?
Jedes Arzneimittel hat ein eigenes Wesen, am sichersten erkennbar durch das Symptomenbild einer Arzneimittelprüfung. Das Wesen der Störung, die Krankheit genannt wird, entspricht bei korrekter homöopathischer Arzneigabe, dem Wesen der Arznei-Substanz. Der Mensch als Mikrokosmos trägt potentiell alle Arzneimittel schon in sich. Kranksein ist der Hilferuf der Arznei aus unserem Innern! Der Mensch besteht aus Calcium, Sepia, Pulsatilla, Sulfur, Biene, Schlange…. Er entspricht als Kleine Welt der Großen Welt.
Hahnemann lebte in diesen Gedanken. Er hat das Geistige als rational und real erlebt und als Grundlage der Homöopathie verstanden und gelehrt.
Echte Heilung ist die Wiederherstellung der Ganzheit des Menschen, das Fehlende wird durch dasselbe Prinzip ersetzt, das sich nach außen mit Symptomen zeigt, die das entsprechende Prinzip als Arzneigabe in Ähnlichkeit fordern. Nur Calcium kann das gestörte Calcium-Wesen im Menschen heilen, nur Lachesis heilt die kranke Buschmeisterschlange im Menschen.
„Heilen ist ein sanfter Hauch des Lebens.“ (Emil Schlegel, hom. Arzt Tübingen, 1852-1934)

Nachtrag: in einer Info-Broschüre zur Homöopathie des Deutschen Zentralverbandes homöopathischer Ärzte ( DZVhÄ) schreibt Dr. Curt Kösters auf der Seite -Ärzte und Patienten erzählen- : Ich therapiere mit Homöopathie, weil… die Homöopathie auf plausiblen und nachvollziehbaren Prinzipien beruht und – im Gegensatz zu ihrem Ruf – völlig unesoterisch ist.“
Das Ähnlichkeits-Prinzip, das Simile-Gesetz, ist absolut unwissenschaftlich und unplausibel, ein geistiges Gesetz! Das Potenzieren, das Vergeistigen von Materie, ist das tiefste Fundament der Esoterik, arbeiten mit den Ideen und Kräften die der materiellen Erscheinung zugrunde liegen!
Keine Therapie ist so esoterisch wie die Homöopathie. Nur die Angst und Leugnung des Geistes, und die Befürchtung um fehlende Anerkennung durch die offizielle Schulmedizin lassen solche Dummheiten entstehen. Hahnemann hatte treffende Bezeichnungen für diese Irrwege.

+++

Homöopathie – Special
hier weiter

Prophylaxe – Vorbeugende Tipps gegen die Zivilisationskrankheiten
hier weiter

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*