Wie wirkt Homöopathie ? von Klaus Binding

Wie wirkt Homöopathie ?

Die Behauptung der Homöopathie-Gegner, dass die Wirkung der homöopathischen Mittel nicht mehr sei als Placebo, ist aus materieller Sicht richtig! Beides ist (materiell) Nichts, und warum sollte ein Nichts besser wirken als ein anderes Nichts? Wo nichts ist, gibt es keine prüfbaren Effekte. Obwohl Placebos durchaus eine Wirkung haben können, wenn genug Glaubenskraft vorliegt. Der Glaube (die gedankliche und emotionale Kraft) kann Berge versetzen.
Hochpotenzierte, immaterielle Arzneien wirken dennoch anders, auch wenn kein einziges Molekül (auch keine Nanopartikel) des Ausgangsstoffes zu finden ist. Samuel Hahnemann (1755-1843) spricht sehr treffend vom „Vergeistigen“ des Stoffes. Potenzieren ist Arbeit, die vorwärts geht, bei handgearbeiteter Herstellung sogar viel Arbeit, aber die Materie geht rückwärts. Während des Potenzierens wird der materielle Körper der Ausgangssubstanz „vernichtet“, zu einem Nichts gemacht, und der geistige Körper der Substanz erschaffen! Und nur weil der Mensch selbst Geist ist, mit einem Körper als Werkzeug (Hahnemann, § 9, Organon), kann er Arznei-Geist erschaffen. Wäre der Mensch nur sein physischer Leib, wäre potenzierte Arznei unsinnig. So aber kann der Mensch verstehen wie potenzierte Geist-Arznei entsteht und wirken kann. Niemals hätte Hahnemann das Potenzieren einer Maschine überlassen! Der Geist des Arzneimittels muss vom Menschen mitgedacht werden. Nur Geist kann Geist erschaffen (und Materie) Placebo enthält keinen Geist, außer den allgemeinen, naturgelassenen „Zucker-Geist“.
Das Problem der Homöopathie-Gegner ist, dass sie den Geist nicht aner-kennen, nur materialistisch denken, an der Realität vorbei leben, das ist tragisch… und da die Entwicklung der Menschheit fortschreitend materialistischer wird, wird auch der Widerstand gegen die Homöopathie noch massiv zunehmen.
Dennoch gibt es ein gutes Argument für die Wirksamkeit der Homöopathie: die Arzneimittelprüfung! Bei einer seriösen Blindprüfung, z.B. Natrium muriaticum, entwickeln „gesunde“ Prüfer Natrium-Symptome. (bei einem Löffel voll Arsenicum C30 passiert fast nix, englische Homöopathiegegner). Bei einer Prüfung mit Placebo werden seelisch gesunde Prüfer keine arzneispezifischen Symptome hervorbringen. Es werden „zufällige“ Veränderungen aufgrund der Prüfungssituation entstehen, aber keine Kollektiv-Symptome. Placebo-Kügelchen sind Zucker, aber arzneilich Nichts! Die potenzierte Arznei ist materiell auch Zucker, aber arzneilich eine ungeheure Kraft. Die Zuckerkügelchen sind die Träger der Arzneikraft, das „Transportmittel“, des Geistes, ein Anwendungsprinzip, wie unser Gehirn das Anwendungsprinzip unseres individuellen Geistes ist. Geist ist die Kraft die hinter allem Sichtbaren waltet, die alles Vergängliche zum Gleichnis macht (Goethe).
In der homöopathischen Behandlung werden die spezifischen Geistkräfte eines Stoffes der geistartigen Lebenskraft nach dem Ähnlichkeitsgesetz als immaterielle Heilinformation zugeführt. Wer denkt, dass alles was man nicht sehen und anfassen kann, nicht existiert, ist als Homöopath ungeeignet. Homöopathie ist geistige Therapie, und geistig ist identisch mit göttlich. Hahnemann betont ausdrücklich die Göttlichkeit der Homöopathie, was die modernen, intellektuellen Homöopathen aber nicht „nachmachen“ wollen. Charles Haanel sagte: „Wenn der individuelle Geist den universellen Geist berührt, empfängt er all dessen Kraft“.
Und zum Schluss… deshalb sind die Kämpfe mit den „geistlosen“ Homöopathie-Gegnern, und die unzähligen Versuche der Homöopathen zu „beweisen“, kontraproduktiv. Ohne Geist-Verständnis gibt es kein Homöopathie-Verständnis, die Alternative: Helfen und Heilen, und nicht „ruhmsüchtig“ (Hahnemann) diskutieren.
Dezember, 2019

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